Aphrodisierend und anziehend?Fünf Pheromon-Parfums, die Männern den Kopf verdrehen sollen

Frau trägt sich Parfum auf.
Pheromone zum Aufsprühen? Diese Parfums sollen aussagestark duften.
LeoPatrizi/Getty Images

Bessere Chancen beim Date dank eines Sprühstoßes? Das sollen fünf Düfte mit Pheromonen schaffen.
Attraktivität zum Aufsprühen – das versprechen sogenannte Pheromon-Parfums. Wie der Name es erahnen lässt, sollen in dem Duft Pheromone enthalten sein. Diese Botenstoffe sind in der Natur ein Signal für Paarungsbereitschaft und Kompatibilität. Statt den eigenen Körpergeruch mit floralen, süßen oder herben Noten zu übertünchen, sollen diese Parfums diesen unterstreichen und unsere Pheromon-Rezeptoren aktivieren.

Das steckt hinter Pheromon-Parfums

Als Botenstoffe der Tierwelt können Pheromone Körpersignale wie etwa Fruchtbarkeit nach außen signalisieren. Von Pheromon-Parfums versprechen sich einige deshalb, dass sie attraktiver auf das Gegenüber wirken. Und ein Blick auf TikTok & Co. zeigt, dass viele von dem versprochenen Effekt überzeugt sind. Laut parfumo.de trat die Duftnote „Pheromone” zuerst im Jahr 2005 auf, die Häufigkeit ist in den letzten Jahren jedoch stark angestiegen und hält sich bis heute. Im Parfum können Pheromone zumeist nicht als Duftnote erschnuppert werden.

Welche Düfte sollen Pheromone enthalten? Und, setzt der erwünschte Effekt wirklich ein? Fünf Pheromon-Parfums* im Überblick – und ein Check der versprochenen Wirkung.

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  • Kopf: Mandarine, Orange

  • Herz: Jasmin

  • Basis: Vanille

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Wie wirken Pheromone?

Pheromone geben Informationen über den Körper an die Außenwelt ab, in der Tierwelt etwa über Fruchtbarkeit oder Gefahren, so ein Artikel der DAK. Wahrgenommen werden diese Botenstoffe nicht aktiv, sondern unbewusst über die Nasenschleimhaut. Ob Pheromone beim Menschen ähnlich funktionieren wie bei Tieren, ist laut Deutschlandfunk Nova nicht nachgewiesen. Während normales Parfum versucht, den eigenen Körpergeruch zu überdecken, sollen Pheromon-Parfums diesen hervorheben.

DAK-Angaben zufolge können Pheromone sich zwar auf unser Verhalten auswirken, so erkennen wir etwa, ob Schweiß durch Sport oder Angst entstanden ist, und können demnach unser Handeln anpassen. Jedoch werden wir durch Pheromone, ob natürlich oder aus dem Flakon, nicht ferngesteuert. Wissenschaftlich ist es zudem nicht nachgewiesen, ob Pheromon-Parfums überhaupt eine Wirkung haben.

Zwar konnten zahlreiche Experimente wie etwa Claus Wedekinds „Dusch-Abstinenz” beweisen, dass der eigene Körpergeruch durchaus eine Auswirkung auf die Partnerwahl hat. Die Verstärkung der Attraktivität durch Pheromon-Parfums ist jedoch kaum erforscht. Eine Studie der University of Western Australia aus dem Jahr 2017 spricht zwei Beispieldüften keine messbare Wirkung zu.

So können (Pheromon-)Parfums die Attraktivität potenziell steigern:

Obwohl die Wirkung von Pheromon-Parfums auf unser Gegenüber nicht wissenschaftlich bewiesen ist, weist der Test von $AFE (gehört zu Funk) auf die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung hin, die ähnlich wie ein Placebo-Effekt zu verstehen ist. Wer vom Pheromon-Parfum überzeugt ist, hält sich nach dem Aufsprühen für attraktiver. Schon wird das Auftreten selbstbewusster, und das kann wiederum tatsächlich attraktiv auf andere wirken – oder der Ego-Booster bringt einen direkt selbst dazu, den Crush anzusprechen und ein Date zu klären.

Kurzum: Die Wirkung von Pheromon-Parfums ist nicht bewiesen. Wer den Duft jedoch mag und sich damit wohl und selbstsicher fühlt, wird das auch ausstrahlen. Dieser Effekt funktioniert jedoch auch mit einem anderen Parfum, an dem man selbst gern schnuppert. Es geht also gar nicht so sehr um den potentzellen Partner, sondern um sich selbst.

Verwendete Quellen: $AFE (youtube.de), dak.de, deutschlandfunknova.de, notino.de, amazon.de, parfumo.de, shopapotheke.de

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