Zeit sinnvoll nutzenFünf Tipps gegen Doomscrollen

Was hilft gegen endloses Scrollen?
Das Smartphone hat zahlreiche sinnvolle Funktionen, auch die kurzweilige Unterhaltung gehört dazu. Doch Nachrichtenlesen, Chatten und vor allem Kurzvideos haben Suchtcharakter und nehmen für viele ungesunde Tendenzen an, so etwa das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit. Doch wie kommen wir vom endlosen Scrollen los? Diese fünf Tipps können helfen.
Was ist Doomscrolling? Doomscrolling bedeutet, lange Zeit damit zu verbringen, auf dem Smartphone, Tablet oder Computer durch negative Nachrichten zu lesen, so die Beschreibung der AOK. Tendenziell wird der Begriff jedoch auch genutzt, um suchtähnliches, schier endloses Scrollen auf dem Handy zu beschreiben, bei dem der Inhalt kaum noch wahrgenommen wird. Ein Zeitfresser, der sich zu vermeiden lohnt.
Medien gezielt nutzen
Wer auf dem Smartphone nach News schaut, versinkt schnell in einem Loch. Nicht nur, dass sich Nachrichten verschiedener Portale häufen, sondern es türmt sich auch eine Negativschlagzeile auf die andere. Da versinken wir schnell im sogenannten Doomscrolling und kommen nur schwer vom Bildschirm los – und wenn, ist die Laune erstmal im Keller.
Natürlich sollte trotzdem nichts Wichtiges verpasst werden. Das gezielte Lesen von Zeitschriften oder Magazinen bringt genau die Informationen, die gewünscht sind, aber in einem limitierten Rahmen. Ist eine Zeitschrift oder ein Artikel durchgelesen, kann der Kiosk im Taschenformat auch genau dort wieder verschwinden. Die Suchtgefahr könnte geringer ausfallen als beim Scrollen durch Instagram & Co.
Unser Tipp: Ein Zeitschriftenabo wie das von Readly stellt über 5.000 nationale und internationale Titel aus zahlreichen Themenfeldern zur Verfügung. Mit dem gezielten Lesen einzelner Ausgaben ist die Zeit eventuell sinnvoller genutzt als beim Durchscrollen von Kurzvideos.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
E-Reader statt Smartphone
Ähnlich wie beim gezielten Lesen einzelner Zeitschriften funktioniert dieser Tipp: Statt zum Smartphone einfach mal zum E-Reader greifen. Dort lassen sich alle Lieblingsbücher bequem im Taschenformat lesen und das eben auch in der kurzen Pause zwischendurch. Ohne Nachrichten-Apps, Push-Benachrichtigungen, Social Media & Co. birgt das Gerät dann doch weniger Ablenkung und Potential zur unbewussten Zeitverschwendung.
„Murdoku”: Der Zeitvertreib von früher
Schon Oma und Opa haben beim Frühstück oder am Nachmittag nicht auf den kleinen Bildschirm geglotzt, sondern in der Zeitung gelesen oder ein Rätsel gelöst. Gerade Kreuzworträtsel oder ein Sudoku regen das Gehirn an, ohne es direkt mit tausend Videos zu überreizen.
Die moderne Variante ist „Murdoku” – ein Heft rund um Murder-Mysterys und Rätsel, das etwa bei Thalia und Amazon zu den Bestsellern gehört.
Bildschirmfreie Zeiten planen
Auf dem Esstisch, am Arbeitsplatz oder sogar auf der Toilette ist das Handy wie an die Hand geklebt? Dann wird es schwierig, der Versuchung der schnellen Unterhaltung zu widerstehen. In den Einstellungen lassen sich Timer für Apps einstellen oder Pausenerinnerungen. Schon das kann helfen, um die Bildschirmzeit zu reduzieren. Wenn die Gewohnheit sich trotzdem nicht unterbinden lässt und die Hand immer wieder zum Handy greift, dann kann es sich lohnen, dieses aus dem Sichtfeld zu entfernen. In Sicherheit ist das Gadget etwa in einer Box mit Timer-Schloss:
So wird das Handy unattraktiver:
Fakt ist, dass das Smartphone uninteressanter werden soll, damit wir dem Drang zum schnellen Dopamin-Hit widerstehen können. In den meisten App-Stores gibt es verschiedene Launcher oder Apps, die das Handy weniger interessant machen sollen. So etwa Programme, durch die alles schwarz-weiß angezeigt wird, oder Apps ihre Icons verlieren. Bei einigen Programmen können Apps gesperrt, mit einem Passwort versehen werden oder man muss diese mit Matheaufgaben entsperren. Wird die schnelle Unterhaltung über Umwege erschwert, kann das schon reichen, um die Gewohnheit zu durchbrechen.
Fazit: Finger weg vom Smartphone
Ob wir die Bildschirmzeit bewusster nutzen, die Angewohnheit sinnvoll ersetzen oder einfach nur die gewonnenen Stunden genießen – das Reduzieren des sinnlosen Scrollens kann sich lohnen. Das empfiehlt etwa auch die KKH, um die mentale Gesundheit zu stärken und sich ohne Dauerbeschallung und ständige Erreichbarkeit zu entspannen.
Verwendete Quellen: readly.co, amazon.de, aok.de, dzpg.de, kkh.de
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