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Zwillinge sollen Menschen in Zörbig terrorisieren

Opfer nach Morddrohung in Sachsen-Anhalt: „Meine Tochter sagte: ‚Papa, müssen wir jetzt wirklich sterben?‘“

© RTL

06. März 2021 - 9:49 Uhr

Mann soll mit einer Axt vor der Haustür gestanden haben

Zwillings-Terror in Zörbig (Sachsen-Anhalt). Seit Jahren sollen zwei Brüder in dem beschaulichen 10.000-Seelen-Ort Angst und Schrecken verbreiten. Anwohner berichten von Angriffen, Sachbeschädigung und verprügelten Kindern. Die Behörden stehen offenbar vor einem Problem.

"Die zerhacke ich vor dir und dann bist du dran"

Der Mann, der von seiner Begegnung erzählen möchte, will unerkannt bleiben. Zu groß ist die Angst, wieder terrorisiert zu werden. Er habe lediglich am Fenster gestanden und herausgeschaut, als die Zwillinge vorbeikamen. Die beiden sollen lautstark gestritten und ihn dann erblickt haben. "Was sie an Essen und Trinken hatten, haben sie gegen das Haus und gegen das Fenster geschmissen", erzählt er. Dem Anwohner zufolge sei er mit seiner Tochter (9) in der Wohnung gewesen, als einer der beiden Zwillinge plötzlich mit einer Axt vor seiner Haustür stand. "Während ich die Tür mit dem Schrank und meinem Körper verkeilt habe, hat meine Tochter vor mir gestanden und mich gefragt: 'Papa, müssen wir jetzt wirklich sterben?'"

Der Angreifer habe vor der Tür gebrüllt: "Komm raus und bring' deine Tochter mit, die zerhacke ich jetzt vor dir und dann bist du dran." Von draußen sei gegen die Tür getreten worden, dann sei die Polizei eingetroffen. Auf RTL-Anfrage teilt die Behörde mit, dass eine Anzeige wegen Bedrohung und Sachbeschädigung vorliege. Ein Überfall mit einer Axt sei nicht bekannt. Die polizeilichen Ermittlungen zur Klärung des Handlungsgeschehens dauern an, es werde auch in anderen Fällen ermittelt.

Schieben die Brüder die Schuld auf den anderen?

Viele Menschen im Ort haben das Gefühl, die Behörden seien machtlos. "Wir haben hier alle Angst vor denen", erzählt eine Anwohnerin. "Eigentlich sollten sie im Gefängnis sein, aber die Polizei macht nichts", sagt ein anderer. RTL konfrontierte einen der Brüder schon vor Jahren mit deren Verhalten. "Größtenteils ist alles nur erfunden", sagt er. Sein Bruder trinke, der Alkohol spiele eine große Rolle.

Für den Vater, der mit seiner neunjährigen Tochter Todesängste hatte, ist die Taktik der Männer klar. Sie schieben die Schuld einfach auf den anderen. "Wenn irgendwelche DNA-Spuren oder Haare gefunden werden, heißt es: 'Wir haben die gleiche DNA'", erzählt er RTL. Dass der Angreifer nach der Attacke noch frei herumläuft, kann er nicht begreifen. "Ich kam mir wirklich ein bisschen verar**** und im Stich gelassen vor." Von einem Tischler hat er sich zwei Holzbarrikaden für seine Tür bauen lassen.

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