Zähes 2:1 gegen Rumänien

Thomas müllert Deutschland zum vierten Flick-Sieg

08. Oktober 2021 - 23:38 Uhr

Flick-Serie bleibt bestehen

Puh, das war zäh! Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das vierte Spiel unter Bundestrainer Hansi Flick gewonnen. Anders als in den vorigen Partien tat sich das DFB-Team beim 2:1 gegen Rumänien jedoch enorm schwer. Ein typisches Thomas-Müller-Tor erlöste die Mannschaft.

Matthäus enttäuscht über die erste Hälfte

Schon früh im Spiel erlebte Hansi Flick eine schlimme Premiere als Bundestrainer. In der achten Minute gab es das erste Gegentor, seitdem er Bundestrainer ist. Ianis Hagi, der Sohn der rumänischen Legende Gheorghe Hagi, dribbelte am Strafraumeck los, umkurvte Thilo Kehrer und Niklas Süle und spitzelte den Ball mit der Pike ins lange Eck an Marc-André ter Stegen, der den angeschlagenen Manuel Neuer ersetzte, vorbei zum 1:0 für Rumänien.

Dieser Treffer hatte offenbar gesessen. Vom DFB-Team kam in der Folge so gut wie gar nichts. Mehr als Halbchancen brachte das Flick-Team nicht zustande – ein enttäuschender Auftritt der deutschen Nationalmannschaft. Auch RTL-Experte Lothar Matthäus war nicht zufrieden. "Die Rumänen sind sehr stark ins Spiel gekommen, haben sehr diszipliniert gespielt. Die Deutschen haben darauf keine Antwort gefunden in der ersten Hälfte der Halbzeit, waren danach besser, aber der finale Pass fehlt. Einige Läufe vermisse ich, die Tiefe. Die Rumänen machen es gut, stehen kompakt und die Deutschen müssen sich was einfallen lassen – Eins-gegen-Eins-Situationen, Bälle in die Tiefe, besseres Kombinationsspiel und vor allem bessere Abschlüsse", sagte er in der Halbzeit.

Bayern-Stars retten das DFB-Team

Doch auch nach der Halbzeitpause startete das DFB-Team behäbig. Ein Spieler beherzigte jedoch das, was Matthäus der Mannschaft mit an die Hand gab: Serge Gnabry. Der Bayern-Star schnappte sich den Ball, zog mit voller Entschlossenheit aus 18 Metern ab und traf zum 1:1 (52.).

Deutschland war nun besser im Spiel, drückte auf das zweite Tor – das alles aber nach wie vor auf einem sehr überschaubaren Niveau. Viel Ballbesitz, keine Durchschlagskraft – phasenweise erinnerte der Auftritt an die Spiele bei der EM im Sommer, als Deutschland unter Ex-Coach Joachim Löw enttäuschte und im Achtelfinale an England scheiterte.

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Erst in der 73. Minute gab es wieder eine gute Möglichkeit. Nach einer durchgerutschten Flanke legte Gnabry nochmal quer auf Leroy Sané, dessen Schuss aber deutlich über das rumänische Tor ging. Doch auch Rumänien blieb gefährlich. Kapitän Nicolae Stanciu dribbelte sich in der 79. Minute durch die deutsche Defensive, zielte aber knapp neben den Kasten.

Praktisch im Gegenzug brachte dann eine Bayern-Kombination die Erlösung! Ecke Joshua Kimmich, Verlängerung Leon Goretzka und am langen Pfosten Thomas Müller, der den 2:1-Siegtreffer für Deutschland erzielte (81.). Na also! (sho)