Für Österreichs deutschen Trainer Foda wird es eng

Skål! Dänemark feiert die WM-Qualifikation

Dänischer Jubel mit Bierflasche: Yussuf Poulsen von RB Leipzig
Dänischer Jubel mit Bierflasche: Yussuf Poulsen von RB Leipzig
© Imago Sportfotodienst

13. Oktober 2021 - 7:18 Uhr

Dänemark feiert - Österreich trauert

Skål! (deutsch: Prost!) Dänemark hat es geschafft. Wieder einmal. Die Fußballer des kleinen Landes sind bei der nächsten Weltmeisterschaft dabei. Wovon Österreich nur träumen kann. Unser Nachbar hat nur noch minimale Hoffnungen auf die WM 2022. Für den deutschen Trainer Franco Foda dürfte es eng werden.

Zweites Team aus Europa, das sich für die WM qualifiziert

ls die Dänen ihr nächstes Fußball-Märchen geschrieben hatten, standen sie auf dem Rasen im Kreis und schworen sich schon einmal auf die Winter-WM im nächsten Jahr in Katar ein. "Von solchen Dingen kann man nur träumen. Es ist verrückt. Das ist riesig für mich, es ist riesig für die Mannschaft, für den dänischen Fußball und für Dänemark", sagte Pierre Emile Højbjerg.

Nach Deutschland qualifizierten sich die Dänen als zweites Team aus Europa für die Fußball-WM 2022 in Katar. Das 1:0 (0:0) gegen Österreich (Tor: Joakim Maehle/53.) reichte, der EM-Halbfinalist aus Dänemark ist damit nicht mehr von Gruppen-Rang eins zu verdrängen.

Fairplay-Preis nach Eriksen-Zusammenbruch

Die 35 000 Zuschauer im ausverkauften Parken-Stadion in Kopenhagen sorgten schon vor dem Anpfiff für Party-Stimmung. "Es ist immer schön, die Nationalhymne zu singen, aber heute hat meine Stimme ein bisschen gezittert. Es war eine große Freude durch und durch. Die Unterstützung war einzigartig, darauf können wir stolz sein", sagte Thomas Delaney, der im Sommer von Dortmund nach Sevilla gewechselt ist.

Vier Monate nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen gab es einen Fairplay-Preis für die Dänen. Kapitän Simon Kjaer nahm die Auszeichnung stolz entgegen. Eriksen war am 12. Juni in Kopenhagen während des EM-Gruppenspiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. "An diesem Tag haben wir gezeigt, wer wir sind und auf welchen Werten die Mannschaft basiert", sagte der 32-Jährige Kjaer.

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Für Franco Foda wird es eng

Franco Foda
Franco Foda
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Ganz anders dagegen die Stimmung bei den Österreichern. Nationaltrainer Franco Foda wollte sich nicht an Spekulationen über seine Zukunft beteiligen. "Ich von meiner Seite habe einen laufenden Vertrag und werde bis zum letzten Tag hier alles geben, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Das ist meine Aufgabe. Für alles andere bin ich, denke ich, der falsche Ansprechpartner."

In der WM-Qualifikation kann sein Team Platz zwei nach der Niederlage nicht mehr erreichen - aber die Hoffnung bleibt. Denn sollten vier Teams aus dem Quintett Frankreich, Belgien, Italien, Spanien und Wales in ihren WM-Quali-Gruppen auf Platz eins oder zwei landen, dürfen die Österreicher dank ihres Gruppensieges in der vergangenen Nations League im Play-off antreten.

In der WM-Quali gelangen bislang nur gegen die Färöer und Moldau Siege. In den sechs Partien gegen Dänemark, Schottland und Israel holte die ÖFB-Auswahl es erst einen Punkt. In einem Monat geht es wieder gegen Israel. Ob mit oder ohne Foda wird sich in den nächsten Wochen zeigen. (cni/dpa)