29. Januar 2019 - 14:19 Uhr

Traumjob Pilot? Grenzenlos arbeiten und viel reisen

Knapp 200.000 Flugzeuge starten mittlerweile pro Tag auf der Welt – und in jedem einzelnen sitzen ein Pilot und ein Co-Pilot. Viele Menschen träumen von den zahlreichen Reisen in ferne Länder und dem täglichen Fliegen, doch wie wird man eigentlich Pilot und was kostet das überhaupt?

Pilotin werden dank Undercover Boss

Bei Undercover Boss wagt in dieser Folge zum ersten Mal ein Ehepaar den Blick in die eigene Firma. Das Logistik-Unternehmen Zeitfracht wird von Jasmin Schröter und Ehemann Wolfram Simon-Schröter geleitet und die beiden wollen nach ihrer Zeit undercover der Flugbegleiterin Deborah Lucchetta die Ausbildung zur Pilotin ermöglichen – ein außergewöhnlich großzügiges Geschenk.

Zwei Wege der Ausbildung

Egal, für welchen Weg sich ein Piloten-Anwärter entscheidet: Die Ausbildung zum Flugkapitän ist teuer. Bis zu 100.000 Euro müssen Pilotenschüler bis zum Ende ihrer Ausbildung bezahlen.

Das können sie entweder an einer privaten Flugschule tun oder direkt bei einer Fluggesellschaft. Das hat den Vorteil, dass nach der Ausbildung eine Übernahme fast sicher ist.

Die Kosten trägt in beiden Fällen mittlerweile der Flugschüler und leistet sich damit eine der teuersten Ausbildungen überhaupt – und ist damit etwa zwei Jahre beschäftigt.

750 Stunden Theorie über Luftrecht, Luftfahrzeugtechnik, Instrumente und andere Bereiche trennen Flugschüler von ihrem Pilotenschein. Hinzu kommen etwa 240 Flugstunden, um den Sichtflug und die Ausbildung im Zweimanncockpit zu trainieren.

Es gibt Unterschiede in der Ausbildung von Piloten für Fracht- und Passagiermaschinen, denn bei letzteren tragen Piloten zusätzlich die Verantwortung für zahlreiche Menschenleben. Hierfür müssen sie eine weitere Lizenz erwerben, die zusätzliche Kosten verursacht und Trainingsstunden erfordert.

Check-Liste für Piloten

  1. Schulabschluss
  2. Fremdsprachenkenntnisse (Deutsch und Englisch müssen sehr gut sein)
  3. Mindestalter 18 Jahre – ab 30 Jahren sinkt die Chance, angenommen zu werden
  4. Körperlich und psychisch fit und belastbar (Die Hürden sind machbar, selbst Brillenträger mit +/-3 Dioptrien werden in der Regel genommen.)
  5. Zuverlässigkeit (Hier spielen Punkte in Flensburg und ein polizeiliches Führungszeugnis, aber auch der familiäre Hintergrund eine Rolle)

Die Vereinigung Cockpit empfiehlt angehenden Flugschülern zudem ein gesteigertes Interesse an Physik, Mathematik und Technik. Diese Kenntnisse könnten in einem Aufnahmetest abgefragt werden.

Wie viele Pilotinnen gibt es in Deutschland?

Deborah wäre mit ihrer Pilotinnen-Ausbildung in guter Gesellschaft: Mittlerweile gibt es in Deutschland etwas mehr als 1.000 Pilotinnen. Die Vereinigung Cockpit wirbt mit einer Broschüre extra für Pilotinnen und listet alle nötigen Zugangsvoraussetzungen auf.

Sie weisen auch darauf hin, dass der Beruf sehr stressig und vor allem mit langen Abwesenheiten von zu Hause verbunden ist. Angehende Pilotinnen müssten sich über diese Doppelbelastung von Familie und Beruf bewusst sein.