2018 M07 26 - 14:18 Uhr

"Momo" taucht auf einmal in WhatsApp-Kontaktliste auf

Weltweit läuft WhatsApp-Nutzern gerade ein gehöriger Schauer über den Rücken. Die Berichte über nächtliche Horror-Anrufe und Videos einer unbekannten Nummer häufen sich. Das Profilbild zeigt ein gruselig verzerrtes Bild eines Mädchens, das alle nur "Momo" nennen. In Spanien wurden die User bereits öffentlich gewarnt, Nachrichten des Accounts anzunehmen.

Anrufe von unbekannten internationalen Nummern

Mittlerweile gibt es unzählige Berichte in Foren, Blogs und YouTube-Videos, die alle mehr oder weniger das gleiche behaupten: Auf einmal ruft per WhatsApp eine unbekannte Nummer aus Japan, Mexiko oder Kolumbien an. Wer sich traut, "Momo" zurückzuschreiben, erhält von ihr angeblich schaurige, mysteriöse Antworten. Der Hype um das Gruselmädchen, das an Samara aus dem Horrfilm "The Ring" erinnert, ist vor allem in Spanien bereits so groß, dass die Polizei Guardia Civil davor warnt: "Fügt 'Momo' nicht euren Kontakten hinzu!"

Verzerrtes Gesicht gehört zu Statue

Geistert es also auf WhatsApp? Wohl kaum, denn zumindest der Ursprung des Gruselfoto wurde bereits ausfindig gemacht. Das Gesicht gehört zu einer Statue, die 2016 in Tokio ausgestellt wurde und einen sogenannten "Ubumetori" darstellt, eine Figur aus der japanischen Mythologie. Auch diese ist mit ihren riesigen Krähenfüßen alles andere als vertrauenserweckend, aber wohl Beweis genug, dass es trotz des hartnäckigen Mythos keine "Momo" gibt.

Trotzdem kann es gefährlich sein, sich auf Spielchen mit der unbekannten Nummer einzulassen: Für Cyber-Kriminelle und Datendiebe ist die Neugier auf die viralen Horrorgeschichte ein gefundenes Fressen. Wir halten es daher mit der Warnung der spanischen Polizei und sagen: Finger weg von "Momo"!