Partie in der Nachspielzeit gedreht

Werder-Wahnsinn! Dortmund führt bis zur 89. Minute 2:0 - dann lässt Bremen Tore Regnen

DORTMUND, GERMANY - AUGUST 20: Leonardo Bittencourt of SV Werder Bremen celebrates after teammate Niklas Schmidt scores their team's second goal the during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and SV Werder Bremen at Signal Iduna Park on Au
Leonardo Bittencourt schreit die Freude über Bremens Endspurt heraus.
RH / MO, Getty Images, Bongarts

Bitterer kann ein Spiel für eine Fußball-Mannschaft nicht laufen. Borussia Dortmund hat in der Bundesliga nach einer 2:0-Führung noch gegen Werder Bremen verloren. Die völlig verrückte Geschichte: Werder gelang erst in der 89. Minute der Anschlusstreffer, Bremen traf in der Nachspielzeit zwei weitere Mal!

Bremen jubelt, Dortmund in Erklärungsnot

Niklas Schmidt, Torschütze des 2:2 (90.+3) und einer der Bremer Matchwinner nach dem Spiel bei „Sky“: "Das kann man gar nicht beschreiben!“ Der 24-Jährige sprach vom „schönsten Moment“ seiner Karriere.

Ganz anders die Stimmung bei den Dortmundern. Kapitän Marco Reus, noch immer völlig baff: "Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Wir hatten die ganze Zeit keine richtige Kontrolle, dann machen sie den Anschlusstreffer und kommen noch mal, werfen alles nach vorne."

Dortmund-Trainer Edin Terzic sagte: "Wir reden von einer verdienten Niederlage. Trotzdem ist es brutal ärgerlich, wenn du bis zur 88. Minute 2:0 vorne liegst. Wir mussten viel verteidigen und haben viele Chancen zugelassen. Trotz schwacher Leistung musst du das Spiel gewinnen."

Dortmund verpasst große Chance

Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt (gegen Leverkusen und Freiburg) ist bei Dortmund mit der Werder-Klatsche die Ernüchterung zurück. Der BVB verpasste die Chance, zumindest vorübergehend die Tabellenspitze der Bundesliga zu übernehmen.

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Zu Bremer Helden wurden neben Schmidt als Torschützen Lee Buchanan (89.) und Oliver Burke (90.+5). Völlig irre: Alle drei Spieler waren eingewechselt worden. Für Dortmund hatten Julian Brandt (45.+2) und Raphael Guerreiro (77.) getroffen. (sfu)