Internationaler Tag der Katze

Wer Katzen wirklich liebt, hält sie nicht in der Wohnung gefangen!

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8. August 2019 - 12:06 Uhr

von Ingo Jacobs

Ich bin Katzenmensch - ganz klar, keine Frage. Ein Hund käme mir nie in die Wohnung. Eine Katze aber auch nicht. Denn: Ich liebe Katzen, ich liebe alles an ihnen. Ihren Eigensinn, ihren Egoismus, ihr Fell, ihr Schnurren, ihren samtigen Gang und dass sie morgens gerne nackte Füße jagen wollen - um nur ein paar wenige Gründe zu nennen, denn es gibt noch viel viel mehr.

Katzen auf dem Land geht es wirklich gut

Als kleines Kind wollte ich immer eine Katze haben. Und meine Eltern haben mir meinen Wunsch auch erfüllt. Lumpi habe ich meine Katze getauft - fragen Sie mich bitte nicht, wie ich auf diesen Namen gekommen bin. Mit Lumpi habe ich sehr viel Zeit verbracht. Wenn sie da war. Als Landei und Freigänger-Katze hatte sie natürlich freien Zugang zur Außenwelt und konnte kommen und gehen, wie sie wollte. So lieben Katzen das. Manchmal war sie natürlich auch mal ein paar Tage weg. Auf großem Streifzug. Ich habe mir dann immer tierisch Sorgen gemacht. Aber sie ist immer wiedergekommen - also fühlte sie sich bei uns wohl!

Die WG-Katze tat uns tierisch leid

Katze auf dem Balkon
Auch Wohnungskatzen machen fette Beute - zumindest wenn sie teilweise wild aufgewachsen sind und ihre Jagdinstinkte ausgebildet haben. Da findet der Besitzer schon mal den einen oder anderen Vogel tot in der Wohnung.
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Als Student hatte ich dann nochmal eine Katze. Eine WG-Katze. Die letzte und einzige Überlebende aus einem Spät-Herbst-Wurf verwilderter Katzen, die am Bahndamm eines Hotels lebten, in dem ich zu dieser Zeit als Student jobbte. Nun lebte sie bei uns, in der dritten Etage, kein Zugang nach draußen. Wir nannten sie Pussy, harr harr, Jungs-WG.

Obwohl ihr einziger Zugang zur Welt ein Balkon war, lagen regelmäßig tote Spatzen in der Küche rum. Was für ein Tiger! Und auch einen Sturz vom Balkon hat sie katzengemäß locker überstanden. Trotzdem tat Pussy uns sehr leid, so ganz ohne Möglichkeit, sich ihr Terrain zu erobern. Dann fand sich über den Freundeskreis eine nette Familie, die ihr viel mehr Katzen-Lebensraum bieten konnte. So übergaben wir sie in gute Hände - mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Katzen gefangen in der Wohnung? Das muss nicht sein!

An unsere WG-Katze musste ich auch letztens im Kölner Zoo denken, als ich am Löwengehege vorbei lief. Zoos sind ja eh so eine Sache. Super lehrreich und spannend für ein Kleinkind - aber die Tiere tun einem schon manchmal leid. Wenn man beobachtet, wie die Großkatzen an den dicken Scheiben entlang tigern. Für mich steht deswegen schon seit langem fest: Ich möchte nicht, dass eine Katze in meiner Wohnung gefangen leben muss. Katzen brauchen Auslauf, Katzen brauchen Raum, Katzen wollen unterwegs sein. Also, auch wenn ich dem einen oder anderen Katzenliebhaber hiermit auf den Schwanz trete: Wer Katzen wirklich liebt, hält sie nicht gefangen!

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