Weil die Krankenkasse keinen Wechsel zahlt: Schwangere soll sich von zweifelhaftem Frauenarzt behandeln lassen

12. Juni 2017 - 16:44 Uhr

Geschäfte mit den Ängsten einer Schwangeren

Gerade als Schwangere braucht man einen Gynäkologen, dem man vertraut. Doch genau so etwas wurde Beatrice von Hall (35) aus Bergkamen verwehrt. Nach einem Umzug wechselte die Schwangere den Frauenarzt und wurde böse überrascht. Als sie dann wieder zu dem Arzt ihres Vertrauens zurück wechseln wollte, der Schock: Im laufenden Quartal zahlt die Krankenkasse nur einen Arzt. Deshalb setzt sie der alte Arzt ihres Vertrauens wieder vor die Türe, da er kein Geld für die Behandlung bekommen soll. Und nun? Schwanger ohne ärztliche Betreuung?

Unsere Reporterin macht den Selbsttest

Beatrice von Hall meldet sich mit ihrem Anliegen bei RTL. Reporterin Miriam Werning, selbst Mutter, ist entsetzt als sie hört, was die Krankenkasse von der Schwangeren verlangt. Sie soll bei ihrem neuen Arzt bleiben, obwohl sie diesen mehr als zweifelhaft findet. Denn dieser wollte ihr bei dem ersten Termin so viele kostenpflichtige Vorsorgeuntersuchungen verkaufen, dass die Patientin schnell ins Zweifeln geriet.

Unsere Reporterin kann kaum glauben, dass sich für das Quartal tatsächlich kein Arzt mehr finden lassen soll und versucht es auf eigene Faust: Sie gibt selbst an, schwanger zu sein und sucht mit dem Wunsch, im laufenden Quartal den Arzt zu wechseln, nach einem neuen Mediziner. Dreißig Praxen telefoniert Miriam Werning ab.

Welche unglaublichen Forderungen manche Praxen für einen Wechsel stellen und ob es für die hochschwangere Beatrice noch eine Hoffnung gibt, sehen Sie in unserer Reportage im Video!