2019 M02 27 - 19:34 Uhr

Waschmittel-Allergie - Was tun?

Trockene Haut, Ausschlag, und Juckreiz – ein unangenehmes Gefühl. Viele wissen dann oft nicht, woher die Beschwerden kommen und ahnen selten, dass es eine Waschmittel-Allergie sein könnte. Dabei reagieren immer mehr Menschen empfindlich auf Inhaltsstoffe von Waschmitteln. So einfach erkennen Sie, ob Sie an einer Waschmittel-Allergie leiden.

Was ist eine Waschmittel-Allergie?

Strahlend weiße, gut riechende Wäsche - das wünschen sich viele. Und die Auswahl an Waschmitteln ist groß. Eine Waschmittel-Allergie ist eine sogenannte Kontaktallergie, bei denen allergische Reaktionen des Körpers durch bestimmte Stoffe im Waschmittel ausgelöst werden.

In Waschmitteln, Weichspülern oder auch anderen Reinigungsmitteln sind verschiedene Chemikalien, wie Tenside, Phosphate, Seifenbestandteile, Weichmacher, optische Aufheller, Farb-und Duftstoffe und weitere Substanzen enthalten, die diese Allergie hervorrufen können. Verträgt die Haut den Kontakt mit diesen Substanzen nicht, kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, die sehr unangenehm ist.

Wie erkenne ich eine Waschmittel-Allergie?

Bei einer Waschmittel-Allergie können verschieden Symptome auftreten:

  • Rötungen und Juckreiz
  • Bläschenbildung und trockene Hautstellen
  • Kratzen im Hals bis hin zu starker Atemnot
  • Schnupfen und Husten
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Meist sind die Symptome zu Beginn der Allergie nur schwach ausgeprägt. Doch bei häufigen Kontakt mit den Allergen, können sie sich verstärken und im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Sollten diese Symptome auftreten, empfiehlt es sich sofort einen Arzt aufzusuchen.

Wie kann ich eine Waschmittel-Allergie behandeln und vermeiden?

Für Allergiker gibt es Medikamente wie Antihistaminika oder kortisonhaltige Salben mit denen man die Symptome behandeln kann. Damit es erst gar nicht zu einem allergischen Schock kommt, kann man sich beim ersten Verdacht mit einem Pricktest auf mögliche Allergien testen lassen. Der Pricktest ist das am häufigsten angewandte Allergietest-Verfahren, der die Neigung zu Allergien misst.

Drei alternative Waschmittel: Praktisch, umweltschonend und günstig

  • Versuchen Sie es doch mal mit Rosskastanien! Denn die gewöhnliche Rosskastanie enthält ca. 10 – 15 Prozent "Saponine" (Hauptwirkstoff der Seife). Dafür einfach die Rosskastanie vierteln und in einem verschließbaren Glas mit heißem Wasser übergießen. Die Mischung anschließend für drei Stunden stehen lassen, bis sich eine schaumige Flüssigkeit bildet. Mit dieser Flüssigkeit kriegen Sie Ihre Wäsche sauber. Der natürliche Waschmittel-Ersatz kann für 1-2 Tage im verschlossenen Glasbehälter aufbewahrt werden.
  • Efeu enthält nahezu den gleichen Anteil an Seifenstoffen wie die Rosskastanien. Für einen Waschgang müssen Sie einfach 15-20 frische Efeublätter in einen Socken geben, zuknoten und in die Waschtrommel geben.
  • Die aus Indien kommende Waschnuss produziert hochwirksame Inhaltsstoffe, die sogar Bakterien und Pilze abwehren und kann bei allen Waschtemperaturen genutzt werden.

Diese Alternativen sind zu 100 Prozent ökologisch, kompostierbar und nachhaltig. Dennoch muss auch hier aufgepasst werden, da sie ebenfalls allergische Reaktionen auslösen können.