Waschmaschinen im Test: Günstige Geräte fallen im Dauertest durch

Stiftung Warentest hat 13 Waschmaschinen getestet. Alle waschen sauber, jedoch nicht keimfrei.
© Stefan Wildhirt

18. März 2016 - 15:01 Uhr

Waschmaschinen mit kurzer Lebensdauer fallen durch

Stiftung Warentest hat 13 Waschmaschinen getestet. Die gute Nachricht: Sauber wird Ihre Wäsche in jedem der getesteten Frontlader. Doch häufig überleben Keime den Waschgang, weil die Sparprogramme nicht die angegebene Waschtemperatur erreichen. Und auch der simulierten Dauerbelastung halten einige Maschinen nicht stand – drei gingen im Test vor der simulierten durchschnittlichen Nutzungszeit von zehn Jahren kaputt.

Die Preise der getesteten Maschinen lagen zwischen 400 und 1.180 Euro. Alle getesteten Waschmaschinen hatten die Effizienzklasse A+++. Das entspricht der besten Energie-Effizienzklasse. Die drei Pluszeichen hinter dem A zeigen dabei an, dass das Gerät pro Jahr mindestens 20 bis 40 Kilowattstunden weniger verbraucht als ein Gerät mit der Effizienzklasse A. Da das Aufheizen des Wassers die meiste Energie kostet, reduzieren sehr viele Hersteller die Temperatur und verlängern stattdessen die Dauer der Waschprogramme.

Keine der getesteten Maschinen erreichte jedoch die angegebenen 60 Grad des Sparprogramms. Zwei der Maschinen kommen beispielsweise im 60-Grad-Eco-Programm nicht einmal auf 40 Grad. Das ist hinsichtlich des Energieverbrauchs zwar gut, aus gesundheitlicher Sicht aber schlecht: Obwohl selbst hartnäckige Flecken zuverlässig entfernt werden, werden viele Keime und Pilze bei Temperaturen unter 60 oder 50 Grad nicht abgetötet.

Waschmaschinen: Das sind die Testsieger und -verlierer

Nach diesen Kriterien hat die Stiftung Warentest die 13 Waschmaschinen beurteilt: Alle Maschinen mussten verschiedene Waschprogramme mit halber, voller und maximaler Beladung durchlaufen. Dabei wurde getestet, ob die Geräte wirklich sauber waschen und auch stark verschmutzte Wäsche reinigen. Außerdem wurde ermittelt, wie gut die Wäsche ausgespült wird und wie gut die Schleuderleistung der Maschine ist. Diese Faktoren sind unter dem Punkt 'Funktion' zu 40 Prozent in die Gesamtnote eingeflossen. Um die Belastungsfähigkeit zu testen, haben die Tester die durchschnittliche Nutzungsdauer von zehn Jahren simuliert, indem sie die Maschinen 1.840 Mal rund um die Uhr laufen und waschen gelassen haben. Ausschlaggebend für die Bewertung war, ob und welche Fehler oder Mängel im Rahmen der Nutzung aufgetreten sind. Die Dauerprüfung ist zu 20 Prozent in die Gesamtnote eingeflossen.

Außerdem wurde die Handhabung (Gebrauchsanleitung, Befüllung und Bedienung der Maschine) getestet und bewertet. Die Handhabung wie auch die Umwelteigenschaften des Geräts sind zu je 15 Prozent in die Gesamtbewertung eingeflossen. Der Schutz vor Wasserschäden schließlich hat 10 Prozent der Gesamtnote ausgemacht. Hier lag das Augenmerk auf dem Wasserstoppsystem sowie dem Auslaufschutz der Waschmaschine.

Am besten abgeschnitten haben folgende Maschinen:

WAY28742 von Bosch

WKF 110 WPS von Miele

WM 14Y74D von Siemens

Sie erhielten jeweils die Note 'Gut' (1,7).

Mit 'Mangelhaft' durchgefallen sind die Geräte

WBB 71443 LE von Beko

W 8544 T von Gorenje

F 14A8QDA von LG

Die drei Maschinen sind vor allem deswegen durchgefallen, weil sie im simulierten Langzeittest versagt haben. Sie gingen teilweise schon vor der Hälfte der Dauertests kaputt. Außerdem wuschen sie länger und nicht ganz so gut wie die übrigen Geräte.

(Quelle: Stiftung Warentest, 11/2014)