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Waschmaschinen: Die billige Wahl ist nicht die beste

Stiftung Warentest prüft 16 Frontlader

Waschmaschinen: Die billige Wahl ist nicht die beste

Haltbarkeit und Waschleistung sind wichtige Kriterien bei einer Waschmaschine
Haltbarkeit und Waschleistung sind wichtige Kriterien bei einer Waschmaschine
konstantin yuganov (konstantin yuganov (Photographer) - [None]

Insgesamt 16 Fabrikate im Härtetest

Die Waschmaschine im Keller ist so langsam in die Jahre gekommen. Beim Schleudern rumpelt es gewaltig und auch die Wasser- und Stromverbrauchswerte lassen das Herz von Greta Thunberg nicht gerade höherschlagen. Es ist Zeit für eine neue Waschmaschine. Stiftung Warentest hat aktuell 16 Frontlader gründlich auf Trommel und Pumpe untersucht.

Es gibt kein mangelhaft und kein ungenügend, aber….

Die richtige Waschtemperatur ist besonders für empfindliche Menschen wichtig
Bei der wahl der Waschmaschine kann es sich lohnen, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.
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Die Warentester haben Waschmaschinen aus allen Preissegmenten unter die Lupe genommen. Die Preise gehen bei 320 Euro los und enden bei satten 1.010 Euro. Und als Fazit lässt sich gleich feststellen, dass die Geräte aus dem unteren Preissegment nicht so richtig gut abgeschnitten haben. Besonders beim Dauertest, bei dem eine zehnjährige Nutzung simuliert wird, gaben mehrere Billiggeräte den Geist auf. Aber der Reihe nach. Im Labor von Warentest wurden von jedem Maschinentyp drei Geräte aufgestellt und es wurde gewaschen, was das Zeug hält.

Sprich: Jedes Gerät musste 1.840 Waschladungen überstehen. Im realen Leben wären das 3,5 Wäschen pro Woche. Diesen Test haben lediglich sieben der insgesamt 16 Waschmaschinen fehlerfrei überstanden. Besonders dramatisch hat das letztplatzierte Gerät abgeschnitten. Bei der WMY91464ST1 von Beko löste sich nicht nur die Betonplatte unter lautem Getöse ab, nein, die beiden baugleichen Mitstreiter im Labor blieben mit ungeschleuderter Wäsche und Motorfehler einfach stehen.

Alles eine Frage der Energie

Auch in Sachen Energie- und Wasserverbrauch schneiden die hochpreisigeren Geräte besser ab als die preiswertere Konkurrenz. Allerdings geizen viele Geräte dabei auch mit der tatsächlich erreichten Temperatur. So erwärmen die meisten Geräte im Eco-Modus 40 – 60 das Wasser gerade mal auf 27 bis 44 Grad. In der Regel macht das nichts und die Wäsche wird auch bei den etwas geringeren Temperaturen sauber. Problematisch ist die laue Lauge allerdings für Menschen, die darauf achten müssen, dass die Wäsche keimfrei ist. Keime sterben bei Temperaturen von etwa 55 Grad ab. Das sollte also mit dem 60 Grad-Programm kein Problem sein. Ist es auch nicht. Nur Bauknecht und Privileg schaffen die 55 Grad-Marke nicht. Sie bringen die Waschlauge gerade mal auf maue 30 bis 36 Grad.

Wer eine gute Maschine will, muss mindestens knapp 500 Euro auf den Tisch legen

Auch wenn keines der getesteten Waschmaschinen komplett durchgefallen ist und sich ein mangelhaft oder ungenügend eingeheimst hat, kann man doch feststellen, dass sich der tiefere Griff ins Portemonnaie in der Regel doch lohnt. Die drei Testsieger liegen alle im höheren Preissegment:

Als Preis-Leistungs-Sieger hat die Stiftung Warentest die AEG L6FB64470 ausgemacht. Das Gerät für 490 Euro hat die Dauerprüfung fehlerfrei überstanden und hat auch sonst sehr ordentliche Werte im Test erreicht. (tra)

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