Kurz erklärt

Warum wachen wir von unserem eigenen Schnarchen nicht auf?

Schnarcht der Partner oder die Partnerin, ist an den eigenen Schlaf nicht mehr zu denken...
Schnarcht der Partner oder die Partnerin, ist an den eigenen Schlaf nicht mehr zu denken...
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26. Oktober 2021 - 19:37 Uhr

Wenn nachts wieder gesägt wird...

Es ist laut, es nervt, und es bringt uns um unseren Schlaf: Wenn der Partner oder die Partnerin nachts anfängt zu schnarchen, können wir auf nichts anderes mehr achten. Wieder einschlafen? Unmöglich! Schnarchen wir hingegen selbst, merken wir das überhaupt nicht. Wieso treibt uns das Schnarchen unseres Bettnachbarn um den Verstand – und von unserem eigenen Schnarchen wachen wir nicht mal auf?

Unser Körper filtert gewohnte Geräusche

Der Grund ist ebenso einfach wie – ja, fast eintönig. Denn: Im Schlaf filtert unser Körper einige Geräusche einfach heraus. Das können zum Beispiel gewohnte Geräusche sein wie das Summen des Kühlschranks, der schon seit Jahren in Hörweite steht, oder eigenproduzierte Geräusche wie unsere Atmung, der Pulsschlag oder eben Schnarchgeräusche.

Der eigene Körper kategorisiert diese Geräusche als unwichtig und nicht bedrohlich, heißt es seitens der Ruhr-Universität Bochum. Anders verhält es sich bei Atemaussetzern bei Schnarchern. Hier weckt uns unser Körper, um uns vor dem Ersticken zu retten. Betroffene sollten in diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Gewöhnen wir uns an das Schnarchen des Partners?

Wachsam ist unser Körper auch bei plötzlichen Geräuschen unseres Bettnachbarn. Was uns eigentlich vor Gefahren schützen soll, wird uns bei schnarchenden Partnern aber zum Verhängnis.

Ob wir uns jemals an die sägenden Töne unserer Liebsten gewöhnen? Vermutlich leider nicht. Denn: Wie es auf der Internetseite der auf Schlafapnoe spezialisierten Seegarten-Klinik in Heidelberg heißt, springt unser Hörzentrum besonders stark auf emotional bedeutsame Geräusche an. Es wäre auch zu schön gewesen… (akr)