Versicherung warnt vor ätherischen Ölen

Warum Erkältungsbäder für Kinder tödlich enden können

Erkältung und Grippe sind anstrengend für kleine Kinder. Doch zu ätherischen Ölen sollten Eltern nicht greifen.
Erkältung und Grippe sind anstrengend für kleine Kinder. Doch zu ätherischen Ölen sollten Eltern nicht greifen.
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22. Januar 2022 - 12:10 Uhr

Januar heißt auch immer Erkältungszeit. Da greifen viele Eltern zu Erkältungsbädern, um Gliederschmerzen und Husten ihrer Kinder ohne Medikamente zu behandeln. Doch eine Versicherung warnt nun vor dieser Maßnahme. Grund dafür: Die ätherischen Öle können für Kinder lebensgefährlich sein,

Ätherische Öle reizen die Schleimhäute kleiner Kinder

Wärmende Balsame, ätherische Essenzen oder Chinaöle sind Bestandteil viele Erkältungsbäder. Die Wirkstoffe sollen gegen festsitzenden Schleim und Gliederschmerzen helfen, doch das klappt nur bei Erwachsenen. Für Kinder seien diese Öle lebensgefährlich, schreibt die R+V Versicherung in einem Artikel auf ihrer Website.

Speziell seien die Wirkstoffe in Eukalyptus, Menthol, Pfefferminz und Kampfer gefährlich, erklärt Ärztin Friederike Kaiser gegenüber der Versicherung. Eltern sollten davon absehen, ihre kleinen Kinder damit einzureiben, oder sie die Öle inhalieren zu lassen. Denn die Wirkstoffe können die Schleimhäute reizen und zu Erbrechen oder Bewegungsstörungen führen. "Im schlimmsten Fall verschließt sich die Luftröhre durch einen krampfartigen Reflex", erklärt die Ärztin.

Welche Alternativen gibt es?

Eltern sollten im Falle einer Erkältung auf speziell für Kinder hergestellte Erkältungsbäder zurückgreifen und sich in jedem Fall an die Angaben auf der Packungsbeilage halten. (lra)

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