59-Jähriger stirbt an Kopfverletzungen

Nächster Todes-Sturz in den Berchtesgadener Alpen

Wanderer in den Berchtesgadener Alpen
Wanderer in den Berchtesgadener Alpen
© dpa, Wolfgang Kumm

12. August 2021 - 7:54 Uhr

Wanderer verlor Leben am Watzmann

Das nächste Drama in den Berchtesgadener Alpen – und wieder endete ein Sturz in die Tiefe tödlich. Am Mittwoch ließ ein 59 Jahre alter Wanderer an der Ostwand des Watzmanns sein Leben. Über 200 Meter tief soll er gestürzt sein. Obwohl direkt einer seiner beiden Begleiter zu ihm abstieg und ein Notruf abgesetzt wurde, kam jede Hilfe zu spät – seine Kopfverletzung war zu schwer.

Toter Wanderer: Seine Gruppe war seilfrei unterwegs

Laut Polizei sei der Mann aus dem Landkreis Traunstein mit zwei Begleitern auf dem Berchtesgadener Weg unterwegs gewesen, als er aus bislang ungeklärter Ursache an der Biwakschachtel im oberen Teil der Ostwand abstürzte.

Das Unglück ereignete sich auch, weil die drei Bergsteiger seilfrei unterwegs waren. Sie sollen der Tour sowohl vom Können als auch von der Ausrüstung her gewachsen gewesen sein, hieß es. Und doch kostete diese Entscheidung wohl das Leben des 59-Jährigen.

Zweiter Todesfall in weniger als einer Woche

Bereits am Samstag war eine 39-jährige Frau am Watzmann etwa 200 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Vormittag am Watzmanngrat zwischen Watzmann-Mittelspitze und Watzmann-Südspitze. Dass es schon Anfang Juli drei Todesfälle innerhalb einer Woche dort gegeben hatte, scheint die Wanderer nicht vorsichtiger werden zu lassen. (ana/dpa)