Babyglück im Berliner Zoo

Von der Mama verstoßen: Schwules Pinguin-Paar brütet verlassenes Ei aus

© Zoo Berlin

9. August 2019 - 15:51 Uhr

Schwules Pinguin-Paar wünscht sich sehnlichst Nachwuchs

Die beiden Königspinguine Skipper und Ping aus dem Berliner Zoo wünschen sich nichts sehnlicher als eine Familie. Doch das schwule Paar ist natürlich biologisch nicht in der Lage, gemeinsam ein Baby zu zeugen. Das Schicksal meint es aber gut mit ihnen und macht sie jetzt doch zu Eltern.

Pinguin-Mama verstößt ihr Ei - Skipper und Ping springen ein

Sie haben schon alles versucht: mehrmals wollte das schwule Pinguin-Pärchen einen Stein ausbrüten oder sogar Fische. Auch wenn die elterlichen Kompetenzen der beiden top sind, war eigener Nachwuchs nicht drin. Im Berliner Zoo gibt es nur ein Weibchen und fünf Männchen. Aber es sollte noch ein Wunder geschehen: Das einzige Weibchen legte am 11. Juli ein Ei. Doch die Pinguin-Dame zeigte so gar kein Interesse an ihrem Küken. Skipper und Ping sprangen nur zu gerne ein.

Zum Ausbrüten wird das Ei mit dem Schnabel auf die Füße gelegt und anschließend in die warme Bauchfalte der Pinguine geschoben. Und genau das macht das schwule Pinguin-Paar jetzt.

Es ist das erste Mal, dass der Berliner Zoo ein gleichgeschlechtliches Pinguin-Paar ein Ei ausbrüten lässt. Da Skipper und Ping schon viel geübt haben (zwar nur mit Steinen), dürfte das für die beiden kein großes Problem sein. Voraussichtlich wird das Pinguin-Küken um den 4. September schlüpfen, falls das Ei befruchtet ist. Es wäre der erste Königspinguin-Nachwuchs seit 2002 im Berliner Zoo.