Drei Prozent weniger Sitzplätze im Fernverkehr

Wegen Omikron: Deutsche Bahn verkürzt Züge

Die Bahn stellt sich auf steigende Krankschreibungen wegen Omikron ein. (Symbolbild)
Die Bahn stellt sich auf steigende Krankschreibungen wegen Omikron ein. (Symbolbild)
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26. Januar 2022 - 9:50 Uhr

Bei der Deutschen Bahn macht man sich Sorgen wegen hoher Krankenstände während der Omikron-Welle. In einigen Instandhaltungswerken würde die Krankquote bereits zweistellig sein (das heißt bei oder über 10 Prozent liegen), wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Bereits jetzt werden Züge verkürzt, um den Wartungsaufwand zu reduzieren.

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Leichte Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn

Insgesamt hat die Deutsche Bahn seit dem 10. Januar ihre Sitzplatzkapazität um etwa drei Prozent verringert. Außerdem sind weitere "Reduktionsszenarien" vorbereitet für den Fall, dass die Krankenstände stark steigen.

Die Bahn hatte im Dezember ihr Angebot ein weiteres Mal aufgestockt, weil sie laufend neue Züge erhält. Es fahren derzeit aber nur halb so viele Menschen mit den ICE- und Intercity-Zügen wie vor der Pandemie.

"Aktuell läuft der Betrieb ruhig und weitgehend reibungslos", erklärte ein Bahnsprecher. "Wir haben derzeit nur minimale Anpassungen im Fahrplan vorgenommen, indem auf einigen Verbindungen - etwa zwischen Köln und Frankfurt - zu Zeiten mit weniger Fahrgästen statt zwei Zugteilen nur einer unterwegs ist."

Probleme deuten sich auch für Regionalzüge an

Regionalzügen liegen nach dpa-Informationen noch bei "weitestgehend 100 Prozent". Nur vereinzelt fallen Verstärkerfahrten weg. Die Fahrgastnachfrage liegt bei 55 bis 60 Prozent des Vor-Corona-Niveaus.

Allerdings deuten sich auch hier Probleme an: Die Krankmeldungsquoten bei Planern, Disponenten, Instandhaltungsmitarbeitern und Lokführern steigen, sind aber noch deutlich einstellig. Außerdem gibt es größere regionale Unterschiede: Angespannt ist die Situation etwa in Nordrhein-Westfalen. Wenn der Krankenstand dort weiter steigt, könnten Verkehrsstrecken nicht mehr vollständig bedient werden. Bei der S-Bahn Berlin ist der Betrieb schon reduziert. Dort entfallen seit Dienstag beispielsweise Verstärkerzüge. (dpa/cli)