Vor drei Jahren spurlos verschwunden

Verschollener Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub für tot erklärt

Karl Erivan Haub - hier noch als Geschäftführender Gesellschafter Unternehmensgruppe Tengelmann
Karl Erivan Haub - hier noch als Geschäftführender Gesellschafter Unternehmensgruppe Tengelmann
© imago images/Wolf P. Prange

09. Juni 2021 - 15:30 Uhr

Karl-Erivan Haub nach Ski-Tour verschwunden

Karl-Erivan Haub wurde vom Amtsgericht Köln für tot erklärt. Vor drei Jahren verschwand der ehemalige Tengelmann-Chef spurlos nach einer Ski-Tour in den Schweizer Alpen. Mit "ernstlichen Zweifeln am Fortleben", begründet das Gericht seinen Beschluss, Haub für tot zu erklären.

„Tengelmann – Das mysteriöse Verschwinden des Milliardärs“

Seit dem Verschwinden von Haub gab es immer wieder Gerüchte, dass der Unternehmer gar nicht tot sei. Zuletzt hieß es sogar, Karl-Erivan sei mit einer Geliebten in Russland abgetaucht und führe ein Doppelleben.

Nun hat ihn das Amtsgericht Köln für tot erklärt. "Die zur Begründung der Todeserklärung erforderlichen Tatsachen sind auf Grund der vorgenommenen Ermittlungen und der beigebrachten Unterlagen für erwiesen erachtet worden", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Gerichts. "Zur Akte vorgetragene anderslautende Meinungen fußen auf Möglichkeiten, Vermutungen und nicht prüfbaren Unterlagen. Sie waren nicht ausreichend, die ernstlichen Zweifel am Fortleben des Verschollenen zu beseitigen", so die Begründung im Beschluss weiter.

Familie stellte Antrag, Karl-Erivan Haub für tot zu erklären

Die Familie geht davon aus, dass Haub am Klein Matterhorn tödlich verunglückte. Den Antrag, Karl-Erivan Haub für tot zu erklären, hatten zunächst seine Brüder und die Familienunternehmen gestellt. Später war ihm auch die Ehefrau des Verschollenen beigetreten. Das Gericht hat den 7. April 2018, 24.00 Uhr als Zeitpunkt des Todes festgestellt. (dpa, abl, swi)

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