Vermeintliche Tieraktivisten: PETA tötet tausende Tiere pro Jahr

9. April 2013 - 13:10 Uhr

96 Prozent der abgegebenen Tiere landen im Müll

PETA gilt weltweit als eine der führenden Organisationen, wenn es um das Recht von Tieren geht. Doch ob ein obdachloser Hund bei ihnen besser aufgehoben ist als auf der Straße, darf jetzt bezweifelt werden. Denn der Tierrechtler Nathan J. Winograd wirft PETA in den USA vor, 96 Prozent der ihnen anvertrauten Tiere zu töten. Und die Organisation leugnet die massenhafte Schlachtung nicht mal. Ihr Argument: In Tierheimen lebten die Vierbeiner oft unter schlimmeren Bedingungen.

Winograd beschreibt in der 'Huffington Post', dass die Tierrechtsorganisation in ihrem Hauptquartier im US-Bundesstaat Virginia etwa 2.000 Tiere pro Jahr umbringt, oft keine 24 Stunden, nachdem sie in ihre Hände gegeben wurden. In den vergangenen elf Jahren brachten es die vermeintlichen Tieraktivisten demnach auf mehr als 29.000 tote Tiere, die meisten davon Hunde und Katzen.

"Sie behaupten, sich für die Rechte von Tieren einzusetzen. Aber sie billigen ihnen nicht das Recht auf Leben zu. Stattdessen wollen sie die Tiere angeblich 'möglichst schmerzlos' töten, selbst wenn das gar nicht nötig wäre", schreibt Winograd weiter. Dazu veröffentlicht er Fotos beispielsweise von Welpen, die in einem Transporter getötet und dann auf die Straße geworfen wurden oder von Polizisten, die Tierkadaver in Müllbergen finden.

PETA: Tod besser als enge Käfige

PETA selbst macht kein Geheimnis um die Massentötungen. Auf ihrer englischsprachigen Website schreiben die Aktivisten, Tierheime könnten nicht alle Tiere bis zu ihrem natürlichen Tod unterbringen. Die Vierbeiner müssten jahrelang in zu engen Käfigen vor sich hin vegetieren, alleine und gestresst. Dazu werden zuverlässige und kostengünstige Tötungsmethoden vorgestellt.

In seinem neuesten Buch wiederlegt Winograd das Argument, Tierheime hätten zu wenig Platz. Er beruft sich dabei auf Zahlen verschiedener Verbände und kommt zu dem Schluss: Es gibt sogar mehr Plätze als benötigt. Die Schuld an den Tötungen gibt er vor allem dem schlechten Management der Einrichtungen. Offiziell werden in den USA in staatlichen Tierheimen jährlich zwischen vier und fünf Millionen Haustiere eingeschläfert.

In Deutschland werden Heimtiere laut PETA kaum getötet, allein schon wegen der Rechtslage. In den USA gelte eine Frist von zwei Wochen, bevor ein Tier getötet werden dürfte, in deutschen Tierheimen werde "so gut wie gar nicht" eingeschläfert, erklärt der deutsche PETA-Mitarbeiter Edmund Haferbeck 'Süddeutsche.de'.