Veranstalter fordern Impfpflicht

Einlass auf Großveranstaltungen und Konzerte nur noch für Geimpfte und Genesene

Für Konzerte soll es ab Ende September eine Impfpflicht geben - auch für das Personal und die Künstler.
Für Konzerte soll es ab Ende September eine Impfpflicht geben - auch für das Personal und die Künstler.
© picture alliance, rtn, frank dudek

27. Juli 2021 - 12:02 Uhr

Seit fast 18 Monaten kaum große Events

Die Existenzsorgen in der Veranstaltungsbranche sind groß: Seit fast 18 Monaten hat es keine Großveranstaltungen mehr gegeben, so wurden zahlreiche Konzerte bereits in das Jahr 2022 verlegt. Für viele Unternehmen könnte das aber zu spät sein. Deshalb sollen nur noch vollständig Geimpfte und Genesene teilnehmen dürfen, damit die die Veranstalter wieder planen können.

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Auch Künstler und Personal sollen geimpft sein

Großveranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene - das ist laut Verband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft der einzige Weg zurück in die wirtschaftliche Normalität.

"Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gibt es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, nur diesen Weg", sagt Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). Auch das Personal und die Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein. Die Alternative - Veranstaltungen weiterhin nur mit Abstandsgeboten, Maskenpflicht und begrenzter Besucherzahl - ist laut Michow wirtschaftlich nicht durchführbar.

Für dieses Jahr rechne die Branche mit einem Minus um die 98 Prozent, also einem Verlust von fast elf Milliarden Euro an Einnahmen. Laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts aus dem Juni fürchteten 70 Prozent der Betriebe in der Veranstaltungsbranche um ihre Existenz.

Rechtlich scheint das kein Problem zu sein. So hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) Gastwirte an die Möglichkeit erinnert, nur für Geimpfte zu öffnen. "Die Vertragsfreiheit ermöglicht privaten Anbietern eine weitgehend freie Gestaltung ihrer Angebote", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (reuters/aze)