Mama schwer verletzt

Mutter (34) will Erinnerungsfoto im Urlaub machen - dabei fällt ihr Kind (2) von der Brücke

23.07.2021, Mecklenburg-Vorpommern, Zinnowitz: Ein Rettungshubschrauber fliegt über die Seebrücke im Ostseebad. Ein zwei Jahre alter Junge ist auf der Brücke auf Usedom bei einem Fotoversuch der Mutter ins Wasser gestürzt. (zu dpa «Zweijähriger fällt
Die Mutter sprang ihrem Kind hinterher und verletzte sich dabei schwer. Mit einem Rettungshubschrauber wurde sie ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen.
tilo wallrodt sb, dpa, Tilo Wallrodt

Zweijähriger stürzt fast fünf Meter in die Tiefe

Was für ein Unfall: Eine 34-jährige Mutter setzt ihr Kind für ein Foto auf das Geländer der Zinnowitzer Seebrücke auf Usedom – plötzlich stürzt der zweijährige Junge fast fünf Meter in die Tiefe ins Wasser. Die Mama springt hinterher und verletzt sich dabei schwer. Der Vorfall sorgte für einen großen Rettungseinsatz.

Kind hat großen Schutzengel

Das dramatische Ereignis passiert am Donnerstagabend (22. Juli). Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald am Freitag erklärte, sorgte der Vorfall für viel Aufsehen und einen Rettungseinsatz. Der Junge sei mehrere Meter tief in die Ostsee gefallen. Die Mutter sei sofort hinterhergesprungen und habe sich dabei schwer am Sprunggelenk verletzt. Nach Angaben von Zeugen soll das Kind für das Foto auf die Brüstung der Seebrücke gesetzt worden sein.

Ein Rettungsschwimmer, der sich noch auf dem Rettungsturm in der Nähe befand, rannte zu den Verunfallten und leistete Erste Hilfe, wie die Ostsee-Zeitung berichtete. Die Mutter wurde durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik in Greifswald gebracht. Wie durch ein Wunder überstand der Zweijährige den Sturz wohl nahezu verletzungsfrei.

Tiefe des Wassers war für das Kind gefährlich

Nach Angaben der Polizei soll sich der Vorfall dort ereignet haben, wo das Wasser tief genug ist, um für ein Kleinkind gefährlich zu werden – allerdings so flach, dass die Mutter mit dem Bein wohl auf dem Meeresgrund aufschlug. Durch den Aufprall erlitt sie eine offene Sprunggelenksfraktur, so Landkreissprecher Achim Froitzheim in der Ostsee-Zeitung.

Wie die Polizei in Anklam auf RTL-Anfrage mitteilte, war die 34-Jährige mit ihrem Sohn aus Brandenburg zum Urlaub nach Usedom gereist. Mögliche Hinweise auf eine Straftat gebe es nicht, sagte eine Polizeisprecherin im Gespräch mit RTL. Auch eine Verletzung der Aufsichtspflicht liege wohl nicht vor. (dpa/nfi)