Auto-Crash änderte Paul Berrys (29) Leben

Unfall-Opfer wurde Penis amputiert – jetzt fühlt er sich männlicher!

Paul Berry hat bis heute mit den Folgen eines schweren Unfalls zu kämpfen. Er landete unter seinem Auto, nachdem er die Kontrolle darüber verlor.
Paul Berry hat bis heute mit den Folgen eines schweren Unfalls zu kämpfen. Er landete unter seinem Auto, nachdem er die Kontrolle darüber verlor.
© action press

15. Oktober 2021 - 9:28 Uhr

Der 29-Jährige überlebte Horror-Crash nur knapp

Eine kurze Autofahrt zu seiner damaligen Freundin änderte für US-Amerikaner Paul Berry (29) 2014 alles – denn er war alkoholisiert und verlor die Kontrolle über sein Auto. Die Folge: Er lag fünf Wochen im künstlichen Koma, brach sich den Nacken, Kiefer, die Hüfte, Nase, hatte schwere Hirnverletzungen. Außerdem verletzte er sich den Genitalbereich so schwer, dass sein Penis und ein Teil der Hoden amputiert werden musste. Sieben Jahre nach dem Horror-Crash zieht er trotzdem ein überraschendes Fazit.

„Es hat sich angefühlt, als sei mein Leben vorbei“

In jener Nacht überschlug sich Paul Berrys Auto mehrmals, er wurde durch die Heckscheibe hinaus katapultiert und landete so unter seinem PKW. Andere Autofahrer mussten den Hundefriseur unter dem Wrack befreien.

Nach dem Unfall folgten fünf Wochen Koma, ein Herzstillstand, mehrere Operationen, Therapien und Amputationen. Nur wie durch ein Wunder konnte der 29-Jährige wieder laufen. Pauls Genitalbereich wurde außerdem so schwer verletzt, dass er nicht rekonstruiert werden konnte. "Der Arzt fragte mich, ob ich für meine Kinderplanung Samen eingefroren hatte, denn ich konnte keine Kinder mehr zeugen", erinnert sich Paul im Gespräch mit "The Sun". "Es hat sich angefühlt, als sei mein Leben vorbei". Die Folgen des Unfalls wünsche er nicht einmal seinem schlimmsten Feind, so der 29-Jährige.

Paul kämpfte mit Schamgefühl

Wie haarscharf er dem Tod entkam und was das für sein Leben bedeutete, realisierte Paul erst nach und nach. Er fühlte sich schuldig, kämpfte täglich mit Schamgefühlen, verlor seine Freundin und wollte nicht mehr daten. Nur durch seine Hündin bekam der 29-Jährige seinen Lebenswillen zurück. "Sie gibt mir einen Grund, jeden Tag aufzustehen", so Paul. Er arbeite nicht, um Geld für sich auszugeben, sondern um teures Hundefutter für seine Labrador-Hündin zu kaufen.

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Seine Labrador-Hündin motivierte Paul, am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben.
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Überraschendes Fazit sieben Jahre nach dem Unfall

Erst jetzt, sieben Jahre nach dem Unfall, ist Paul wieder glücklich, hat neues Selbstbewusstsein und schämt sich nicht mehr – auch nicht für seinen Genital-Bereich. "Ich musste meinen Penis amputieren lassen und hatte nur einen Stummel – aber ich fühle mich männlicher als je zuvor", erklärt Paul im Interview mit "The Sun". Er habe realisiert, dass der Penis ihn als Mann nicht auszeichne: "Ich habe mich erst männlich gefühlt, als ich meine Männlichkeit verloren hatte." (kwa)