Sie schreibt als "Amazing Amy" Geschichte

Amy Bockerstette: Erste Golferin mit Down-Syndrom nimmt an College-Turnier teil

"Amazing Amy" Bockerstette zeigt auf dem Golf-Platz, was sie kann
"Amazing Amy" Bockerstette zeigt auf dem Golf-Platz, was sie kann
© AP, Ross D. Franklin, RF

12. Mai 2021 - 13:41 Uhr

Amy lässt sich von ihrer Behinderung nicht entmutigen

Amy Bockerstette hat sich ihren Spitznamen "Amazing Amy" wirklich verdient. Sie ist die erste Sportlerin mit Down-Syndrom, die in den USA an einem nationalen Golf-College-Turnier teilnimmt. Allein durch ihren Abschlag vergangenen Montag ist Amy schon eine Gewinnerin. Doch die Geschichte der 22-Jährigen handelt vor allem davon, sich selbst keine Grenzen zu setzen.

2019 faszinierte sie erstmals die Golf-Welt

Seit ihrem Auftritt 2019 mit dem Profi-Golfer Gary Woodland in Phoenix ist Amy weltbekannt. Sie betrat das Green und spielte den Ball derart locker ins Loch, als wäre es die einfachste Übung. Das Video haben bisher mehrere Millionen Menschen gesehen.

Kurz darauf erhielt Amy ein Golf-Stipendium in Arizona, jetzt geht die Erfolgsgeschichte weiter: Als erste Athletin mit Down-Syndrom ist sie am Montag bei einer nationalen College-Meisterschaft in Florida an den Start gegangen. Am Ende reichte es nur für einen der hinteren Ränge, aber das spielt für die junge Amerikanerin keine Rolle – dabei zu sein, ist für sie viel wichtiger.

Ihre Familie ist ihre größte Stütze

Als Caddie ist ihr Vater immer an ihrer Seite. In einem Interview mit CBS News sagte sie: "Ich liebe es mit meinem Vater zusammen zu sein, er ist ein toller Kerl." Und auch für Joe Bockerstette ist es etwas ganz besonderes, seine Tochter bei dem Sport zu unterstützen, den sie liebt. "Einige der lustigsten Momente meines Lebens" habe er mit Amy auf dem Golfplatz erlebt.

Das ist für die Familie das Wichtigste – die 22-Jährige soll Spaß am Sport haben, neue Freunde finden und ihrer Leidenschaft nachgehen. "Wir scherzen in unserer Familie, dass Amy Golf spielt, um neue Freunde kennenzulernen", sagt Papa Joe.

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Amys Motto: "Ich schaffe das"

Vor allem erinnert Amys Geschichte aber an Jimmy Cliffs zeitlosen Reggae-Klassiker "You can get it if you really want". Man alles erreichen kann, wenn man es will und nur fest genug an sich glaubt. Das hat die junge Golferin nicht nur ihren Fans, sondern auch ihrer Familie beigebracht.

"Du machst eine frühe Trauerphase durch, was du aufgegeben hast mit deinem Kind mit einer Behinderung", sagte ihr Vater in einem TV-Interview. "Was ich im Nachhinein gelernt habe ist, dass das ziemlich dumm war. Die Lehre daraus ist, dass man den Menschen einfach keine Grenzen setzen kann. Es war lächerlich für mich zu denken, dass Amy nicht das erreichen könnte, was sie erreicht hat." Amazing Amy – eine Inspiration.

Vor jedem harten Schlag sage sie zu sich selbst: "Ich schaffe das. Ja, ich schaffe das", verriet Amy. Bisher hat sie der Welt bewiesen, dass das stimmt.

FGO

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