Wie es uns geht, wirkt sich auf das Geschlecht unseres Kindes aus

US-Studie enthüllt: Gestresste Frauen bekommen eher Mädchen

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22. Oktober 2019 - 17:28 Uhr

Ein Faktor beeinflusst das Geschlecht unseres Babys

Was wird es: Mädchen oder Junge? Diese Frage kennen alle werdenden Eltern. Eine aktuelle Studie der Columbia University (USA) zeigt, dass das Geschlecht eines ungeborenen Kindes offenbar maßgeblich durch einen bestimmten Faktor beeinflusst wird: Stress.

Körperlicher und geistiger Stress entscheidend

Das Geschlecht eines Kindes ist bereits bei der Empfängnis festgelegt. Das Verhältnis der Geschlechter ist hier eigentlich relativ ausgeglichen. Offenbar abgesehen von einer Situation: Wenn die Schwangere Stress hat. Denn enormer physischer oder psychischer Stress soll laut der aktuellen Studie der Columbia University in New York die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Mädchens erhöhen.

Rund ein Drittel der Testpersonen litt unter akutem Stress

Von den 187 untersuchten Probandinnen, die zwischen 18 und 45 Jahren alt waren, litten 16 Prozent unter körperlichen Stresssymptomen (z. B. einem erhöhten Blutdruck) und 17 Prozent unter klinisch nachweisbaren psychischen Stresswerten, wie Depressionen oder Angstzuständen. Die restlichen Studienbeteiligten waren vollkommen gesund und wiesen keine der genannten Symptome auf.

Bei Stress sinkt die Geburtenrate von Jungen

Die Probandinnen mit physischer Belastung brachten auf neun Mädchen nur vier Jungen zur Welt. Bei den 17 Prozent der Schwangeren, die unter starkem psychischen Stress litten, fielen die Werte noch eindeutiger aus – sie brachten mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei zu drei ein Mädchen auf die Welt.

Das Fazit der Forscher: Frauen, die unter Stress leiden, bringen mehr Mädchen zur Welt. Die Geburtenrate verschiebt sich.

Der Grund: Jungen reagieren offenbar empfindlicher auf ungünstige pränatale Bedingungen und gehen darum bei gestressten Frauen öfter ab, bevor die Schwangerschaft erkannt wird.

Ähnliche Ergebnisse bereits nach Krisen beobachtbar

Das bestätigen auch andere Studien: "Andere Wissenschaftler hatten zuvor schon festgestellt, dass bei kollektiven traumatischen Ereignissen die männliche Geburtenrate leicht zurückging. Wie etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001", erklärt auch Dr. Catherine Monk, Leiterin der aktuellen Studie.

Soziale Unterstützung begünstigt die Geburt von Jungen

Ergänzend zu den genannten Ergebnissen fanden die Forscher heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, ein männliches Baby auf die Welt zu bringen, genau dann steigt, wenn die Mutter - auch bei Stress - eine starke soziale Unterstützung von Freunden oder der Familie erhält.

Beeinflussung des Geschlechts kann zu Fehlgeburt führen

Um die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Mädchens zu erhöhen, sollten sich Frauen auf keinen Fall einem "künstlichen" Stress aussetzen. Denn infolge massiver seelischer oder körperlicher Belastung steigt das Risiko einer Fehlgeburt.

"Stress kann auch das Immunsystem der Mutter beeinträchtigen. Das wiederum beeinflusst die neurologische Entwicklung des Fötus. Aus unserer Studie geht hervor, dass die psychische Gesundheit der Mütter wichtig ist, nicht nur für die Mutter, sondern auch für ihr zukünftiges Kind", betont auch Dr. Monk und appelliert damit für eine gesunde Schwangerschaft werdender Mütter.