Bereit für die Rolle als Sofa-Legende!

Spektuläre EM-Fakten, mit denen Sie beim Finale brillieren werden!

Wembley, Ort der Träume für die englischen Fans.
Wembley, Ort der Träume für die englischen Fans.
© imago images/Pro Sports Images, Tom Smith via www.imago-images.de, www.imago-images.de

11. Juli 2021 - 14:34 Uhr

Nehmen Sie sich bitte ein bisschen Zeit!

England oder Italien, es kann nur einen geben. Einen neuen Europameister. Sie wollen das Finale schauen und sind noch auf der Suche nach Fakten, mit denen Sie beeindrucken können? Dann sind hier richtig. Herzlich Willkommen zur Last-Minute-Lehrstunde vor dem Endspiel.

Kleiner Tipp: Verzetteln Sie sich nicht! Nichts ist schlimmer, als Fakten falsch zu erzählen. Also Kaffee holen, den Text in Ruhe lesen und unbedingt Notizen machen!

Harry könnte heute Geschichte schreiben

Zunächst müssen Sie zwei Fragen für sich selbst beantworten: Wen möchten Sie heute Abend ab 21 Uhr überraschen (dann wird das Finale angepfiffen, Sie können es auch bei uns im Liveticker verfolgen!) und mit viel Expertenwissen möchten Sie glänzen?

Bedienen wir uns zunächst ganz oben im Regal der Super-Fakten. Sollte "Three-Lions"-Kapitän Harry Kane im Endspiel gegen Italien treffen, würde er den englischen Turnier-Tor-Rekord von Gary Lineker toppen. Aktuell stehen die beiden Spieler bei zehn Treffern bei WM's und EM's.

Über Gary Lineker können Sie Ihrem Gegenüber auch gerne berichten, dass der als Twitter-Ikone fast noch ein bisschen erfolgreicher ist als als Fußballer. Seinen größten Erfolg feierte er 1989 mit dem FC Barcelona. Gemeinsam gewannen sie den legendären Europapokal der Pokalsieger (den Wettbewerb gibt es übrigens nicht mehr). Hallo? Noch da? Sorry, wir sind gerade etwas zu sehr ins Plaudern gekommen.

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Ker, aufm Bolzplatz würde der jetzt richtig einen mitbekommen!

Tja, was können Sie noch erzählen. Zum Beispiel könnten sie berichten, dass Giorgio Chiellini, an diesem Typen kommen Sie (wie auch die meisten gegnerischen Stürmer) nicht vorbei, noch keinen internationalen Titel mit Italien gewonnen hat. Er gehört zwar bereits seit 2004 zum Elitekreis der Nominierten, war aber 2006 nicht dabei, als sich Italien beim Sommermärchen in unserem Land mit dem WM-Titel dekorierte.

Damals standen in den Innenverteidigung Fabio Cannavaro (nennen Sie ihn unbedingt Legende!) und Marco Materazzi (glänzen Sie unbedingt mit dem Fachwissen, dass er der Mann war, der von Zinedine Zidane, auch Legende (!), per Kopfstoß umgerammt wurde). Hallo? Noch da?

Wo wir gerade bei den Italienern sind: Die hatten ja die WM 2018 in Russland verpasst. Das war nicht schön, aber es bewahrte sie vor einem ähnlichen Debakel wie das DFB-Team, das sich ja reichlich blamierte. Roberto Mancini, der die Mannschaft am Tiefpunkt übernommen hatte, castete rund 70 Spieler, formte eine wahnsinnige coole und abgezockte Mannschaft. Die ist seit 33 Spielen übrigens unbesiegt. Das ist wirklich sehr beeindruckend!

Beeindruckend ist übrigens auch der kleine Fummler Lorenzo Insigne. Wenn er mal wieder aus der Distanz schießt und das Tor knapp verpasst, dann schadet es nicht, wenn Sie mal einwerfen: Ker, aufm Bolzplatz würde der jetzt richtig einen mitbekommen! Wat ein Egoist. WICHTIG: Unbedingt noch einwerfen, dass er natürlich auch ein sensationell geiler Kicker ist! Gibt ja nicht mehr viele Straßenfußballer!

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An diesen Engländern kommt echt keiner vorbei

Falls Ihnen die Lage gerade ein bisschen zu komplex und kompliziert wird, hier noch etwas ganz Banales: Die Engländer haben in sechs Turnierspielen bislang erst einen Gegentreffer kassiert. Im Halbfinale traf das dänische Top-Talent Mikkel Damsgaard per Freistoß. Fakt ist: Aus dem Spiel heraus haben die "Three Lions" noch kein Tor kassiert. Das liegt unter anderem an den beiden so beeindruckenden Abwehrhünen John Stones (über den können Sie sagen, dass seine Saison bei Manchester City nun wirklich richtig gut war) und Harry Maguire (über den können Sie sagen, dass seine Saison bei Manchester United nun wirklich alles andere als gut war.

Und natürlich liegt diese Stabilitäts-Serie auch an Torwart Jordan Pickford! Sie können mit großem Eifer sagen: ENDLICH haben die Engländer mal einen Schnapper, der sich keinen großen Patzer leistet! Und der noch keinen spöttischen Spitznamen hat. Vorbei sind die Zeiten von David Seaman, von David James ("Calamity-James" - Unglücks-James) und Paul Robinson ("Mrs. Robinson")!

Und sollte England den Titel gewinnen, dann schreien Sie einfach ganz laut: Endlich sind 55 Jahre Schmerz vorbei! Football is coming home! Und das hoffentlich ohne Skandaltreffer wie einst 1966. Aber da hören Sie besser genau zu, was ihre Mitgucker oder die Experten sagen! (tno)