„Wenn es so weit ist, dann ist es so weit“

Dagmar (✝67) sprach in ihren letzten „Hartz und Herzlich“-Folgen über den Tod

Dagmar lebte seit 30 Jahren in den Mannheimer Benz-Baracken und war immer für Klein und Groß in der Nachbarschaft da.
Dagmar lebte seit 30 Jahren in den Mannheimer Benz-Baracken und war immer für Klein und Groß in der Nachbarschaft da.
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10. November 2021 - 18:45 Uhr

Schmerzhafter Verlust für die Benz-Baracken

"Ich möchte schon noch ein paar Jahre da sein… Aber auf der anderen Seite: Wenn es so weit ist, dann ist es so weit" – diese Worte wählte "Hartz und Herzlich"-Ikone Dagmar, als sie vor wenigen Monaten an ihrem 67. Geburtstag über den Tod sprach. Dass es schon dieses Jahr so weit sein würde, hat zu diesem Zeitpunkt wohl niemand gedacht. Wie RTLZWEI jetzt verkündete, ist die gute Seele aus den Benz-Baracken im Alter von 67 Jahren gestorben. Dagmars letzte Folgen bei "Hartz und Herzlich – Tag für Tag" zeigen: Die Rentnerin war zwar sehr krank, doch ans Aufgeben dachte sie noch lange nicht.

Dagmar an ihrem 67. Geburtstag: „Jetzt steuere ich langsam auf die Gruft zu“

Dagmar ging immer wieder bis an ihre Grenzen und darüber hinaus. Obwohl die 67-Jährige an der chronischen Lungenerkrankung COPD litt, war sie immer in Aktion – ob in ihren eigenen vier Wänden oder im Einsatz für die Nachbarschaft. Zuletzt räumte die Rentnerin ihren Garten auf, obwohl ihr die Arbeit eigentlich nicht gut tat. "Wenn ich mal daran denke: Vor einem Jahr habe ich das alles noch alleine gemacht. Und jetzt geht's nicht mehr." Immer wieder bekam sie schlecht Luft. Doch Ausruhen oder gar Aufgeben – ein Fremdwort für die gute Seele aus den Benz-Baracken.

Das machte sie auch an ihrem 67. Geburtstag deutlich, wie bei "Hartz und Herzlich – Tag für Tag" zu sehen ist. Die 28-fache Oma wagte einen Blick in die Zukunft und musste dabei vor allem an ihre Enkel denken: "Ich möchte schon noch erleben, dass die noch etwas in ihrem Leben erreichen." Das Thema Tod schwirrte ihr trotzdem schon im Kopf herum: "67 Jahre… Leute, Leute, Leute. Jetzt steuere ich langsam auf die Gruft zu. Irgendwann kommt der Moment, da heißt es: Jetzt ab zu den Kartoffeln. Das ist nun mal der Lauf des Lebens." Angst vor dem Moment hatte sie allerdings nicht. Sie wünschte sich nur einen Abschied ohne Schmerzen.

Das passierte in Dagmars letzter Folge

Am 29. Oktober war Dagmar zuletzt bei "Hartz und Herzlich – Tag für Tag" zu sehen. In dieser Folge wird einmal mehr deutlich, wie beliebt die 67-jährige Rentnerin war – auch außerhalb ihrer Siedlung. Beim Anruf im Corona-Impfzentrum wird sie nämlich am anderen Ende der Leitung an der Stimme erkannt. Das überrascht selbst Dagmar, die darüber lachen muss: "Selbst das Impfzentrum kennt mich!"

Auch an Muttertag, welcher ebenfalls in der Folge vom 29. Oktober vorkommt, findet die achtfache Mama und 28-fache Oma wieder einmal deutliche Worte. Genau dafür wurde die 67-Jährige so geliebt: "Muttertag hast du jeden Tag, nicht nur im Mai! Du bist nicht nur im Mai 'ne Mutter, du bist das ganze Jahr eine Mutter. Du bist doch alles [...] Ich müsste ja alles feiern!"

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Fans trauern im Netz um Dagmar

Ihre ehrliche und gleichzeitig liebenswerte Art war nicht nur in den Benz-Baracken bekannt, sondern bei Fernsehzuschauern in ganz Deutschland – das zeigen die unzähligen Trauer-Kommentare im Netz. "Ruhe in Frieden. Sie war wirklich eine starke Frau", "Oh nein! Sie war so cool" oder "Sie wird fehlen. Sie war einfach die gute Seele" sind nur drei von mehreren Tausend Kommentaren in den sozialen Netzwerken.

„Hartz und Herzlich - Tag für Tag“ auf RTL+ schauen

Zuletzt war Dagmar noch im Oktober bei "Hartz und Herzlich- Tag für Tag" zu sehen. Die Folgen können Sie auf RTL+ anschauen. (kwa)