Er starb im Alter von 80 JahrenGummersbach-Ikone Hans-Günther Schmidt ist tot

Hans-Günther «Hansi» Schmidt, ehemaliger rumänischer und deutscher Handballspieler, ist Gast bei bei Dressurprüfung. Schmidt ist einer der erfolgreichsten Schützen beim VfL Gummersbach und in der deutschen Nationalmannschaft. Die deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten finden statt vom 13. bis 16. Juni 2019.
Hans-Günther Schmidt ist tot
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Der deutsche Handball trägt tiefe Trauer. Der frühere Weltklasse-Handballer Hans-Günther „Hansi“ Schmidt ist tot. Die Vereinsikone des VfL Gummersbach starb im Alter von 80 Jahren in der Nacht zum Sonntag nach schwerer Krankheit. Das teilte der Handball-Bundesligist am Sonntag nach Rücksprache mit Schmidts Familie mit.

Mit ihm wurde der VfL Gummersbach groß

Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän gilt bis heute als einer der torgefährlichsten Handballer der Bundesliga-Geschichte, sein Name ist eng verknüpft mit dem Gummersbacher Aufstieg in den 1960er und 1970er Jahren vom Dorfverein zum international gefürchteten Spitzenklub. Mit 1.066 Toren führte der gebürtige Rumäne den VfL zu sieben Meistertiteln und vier Europacupsiegen.

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Der Gummersbacher Hans-Günther Schmidt hält am 03.05.1975 stolz den Meisterschafts-Wimpel in die Höhe. Titelverteidiger VfL Gummersbach hatte zuvor in der mit 7000 Zuschauern besetzten Dortmunder Westfalenhalle den zum dritten Mal in einem Finale um die Deutsche Handball-Meisterschaft stehenden TSV Dankersen verdient mit 13:7 bezwungen und sich damit zum sechsten Mal den Titel gesichert.
Hans-Günther Schmidt nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1975 durch ein 13:7 gegen den TSV Dankersen
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Schmidt, der seine Frau und zwei Söhne hinterlässt, absolvierte zudem 98 Länderspiele für Deutschland, in denen er 484 Tore erzielte. Für Rumänien stand er 18 Mal auf dem Feld, ehe er sich 1963 im Alter von 21 Jahren nach Deutschland absetzte. (mli/sid/dpa)