23. Januar 2018 - 14:40 Uhr

Wer ist wer oder was im Gender-Dschungel?

Durch Giuliana Farfalla im RTL-Dschungelcamp fragen sich viele: Männlich oder weiblich? Manchmal ist das nicht ganz klar – auch den Betroffenen nicht. Neben den beiden Geschlechtern gibt es noch etwas dazwischen. Aber auch hier ist nicht immer eindeutig, was genau das ist. Intersexualität, drittes Geschlecht, Transgender, Transsexualität: Was ist das eigentlich und worin bestehen die Unterschiede?

Transgender: Mann, Frau oder beides

Giuliana Farfalla bei einer Modenschau
Model Giuliana Farfalla
© Becher/WENN.com, PB1

Neben 'männlich' und 'weiblich' soll es bis Ende 2018 möglich sein, ein weiteres Geschlecht ins Geburtenregister einer Behörde eintragen zu lassen. Das hatte das Bundesverfassungsgericht im November 2017 gefordert. Wie das sogenannte 'dritte Geschlecht' heißen soll, ist aber noch nicht raus. Denkbar wären die Bezeichnungen 'divers' oder 'inter'.

Aber was bedeutet es eigentlich, wenn jemand zum dritten Geschlecht oder Transgender gehört, inter- oder transsexuell ist?

Mit dem dritten Geschlecht ist gemeint, dass sich Menschen nicht in eindeutig als männlich oder weiblich einordnen lassen (wollen). Als Oberbegriff hierfür gilt mittlerweile die Bezeichnung Transgender.

Intersexuell sind Menschen, die von Geburt an Geschlechtsmerkmale haben, die laut medizinischer Definition nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. Intersexuelle werden auch als Zwitter oder Hermaphroditen bezeichnet. Meist zeigt sich die Intersexualität erst in der Pubertät.

Transsexuelle Menschen hingegen sind anhand ihrer Geschlechtsmerkmale eindeutig als 'Mann' oder 'Frau' zu bezeichnen, sie identifizieren sich jedoch nicht eindeutig als das eine oder andere. Das heißt, sie meinen, "im falschen Körper" zu stecken. Daher wünschen sie sich, dem jeweils anderen Geschlecht zugeordnet zu werden. Dafür lassen die meisten eine operative und/oder hormonelle Geschlechtsanpassung vornehmen.

Bei Transvestiten handelt es sich in der Regel um Menschen, die (gelegentlich) Kleidung des anderen Geschlechts tragen. Allerdings haben Transvestiten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Störung der Geschlechtsidentität in der Entwicklung erlebt. Transvestiten sehen das allerdings anders und wollen nicht, dass das Tragen andersgeschlechtlicher Kleidung als Krankheit bezeichnet wird.