Beierlorzer gegen Manchester City auf der Bank

Trainer-Hammer in Leipzig: Jesse Marsch muss gehen

Jesse Marsch muss RB Leipzig verlassen.
Jesse Marsch muss RB Leipzig verlassen.
© REUTERS, CHRISTIAN HARTMANN, /FW1F/David Clarke

05. Dezember 2021 - 11:12 Uhr

Leipzig braucht einen neuen Trainer

Das war ein ganz kurzes Gastspiel: Fußball-Bundesligist RB Leipzig setzt Trainer Jesse Marsch vor die Tür – und reagierte damit auf die bislang enttäuschende Saison.

Beierlorzer springt jetzt ein

Co-Trainer Achim Beierlorzer wird die Mannschaft auf das kommende Heimspiel in der Champions League am Dienstag (18.45 Uhr) gegen Manchester City vorbereiten und bei der Partie auf der Bank sitzen. Wie RB am Sonntag mitteilte, soll eine Nachfolgelösung für Marsch zeitnah präsentiert werden.

Mintzlaff: Trennung fiel uns nicht leicht

"Die Trennung von Jesse Marsch ist uns nicht leichtgefallen, denn ich schätze Jesse als Mensch und Trainer sehr. Es ist schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat und dieser Schritt nun notwendig wurde, weil leider die gewünschte Entwicklung und somit auch die notwendigen Ergebnisse für unsere Saisonziele ausgeblieben sind", sagte Klub-Boss Oliver Mintzlaff in einer Presseerklärung.

Die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge sowie das Verpassen der K.o.-Runde in der Champions League wurden dem US-Amerikaner zum Verhängnis. Marsch (48) hatte in Berlin ebenso wie Beierlorzer wegen einer Corona-Quarantäne gefehlt. Verantwortlicher Coach war der zweite Assistent Marco Kurth gewesen.

Das Amt hatte Marsch erst im vergangenen Sommer von Julian Nagelsmann (zu Bayern München) übernommen. Als ehemaliger Coach von Schwesterklub Red Bull Salzburg wollte er wieder etwas weg vom Ballbesitz hin zum RB-typischen Pressing-Fußballball. Doch auf dem Platz war ein klares Konzept nicht zu erkennen, gegen die enormen Leistungsschwankungen des stark besetzten Kaders fand Marsch auch keine Lösungen. (sfu/sid)