Reaktionen zum Tod von Horst Eckel

"Feiner Mensch mit Charakter und Persönlichkeit" - Die rührenden Abschiedsworte von Lothar Matthäus

Lothar Matthäus (l.) an der Seite von Horst Eckel.
Lothar Matthäus (l.) an der Seite von Horst Eckel.
© Imago Sportfotodienst

03. Dezember 2021 - 16:11 Uhr

Auf und neben dem Platz großartig

Der wohl größte Moment der deutschen Fußball-Geschichte – und von den damaligen Helden lebt nun keiner mehr. Am Freitag wurde bekannt, dass Horst Eckel als letzter Weltmeister von 1954 gestorben ist. Entsprechend groß ist die Anteilnahme nach dem Tod eines Mannes, der nicht nur für seine Leistungen auf dem Platz überall geschätzt wurde. Die Reaktionen.

Watze: Eckel "ein leuchtendes Beispiel für Bescheidenheit und Integrität"

Im RTL-Gespräch erklärte Lothar Matthäus, warum er Horst Eckel so sehr schätzte. "Er war ein Vorbild, mit Sicherheit nicht nur für mich. Bei unseren persönlichen Begegnungen traf ich immer auf einen positiven, kommunikativen und dabei wohltuend bodenständigen Menschen. Er erzählte gerne von der unvergesslichen Weltmeisterschaft 1954, die erfolgreiche Zeit in Kaiserslautern, sprach aber auch gerne über aktuelle Themen. Ich habe Ihm sehr gerne zugehört, weil Horst eine fesselnde Art hatte zu erzählen – auch immer mit einer Prise Humor. Ein feiner Mensch mit Charakter und Persönlichkeit hat uns verlassen."

Und auch andere Größen des deutschen Fußballs nahmen Abschied. "Horst Eckel war einer der ganz Großen des deutschen Fußballs – nicht nur, weil er 1954 Weltmeister geworden ist als jüngster Spieler, sondern, weil er ein absolut leuchtendes Beispiel für Bescheidenheit und Integrität war. Jedes Gespräch mit ihm war bereichernd, weil es einfach sehr angenehm war, einen derart bescheidenen und sympathischen Menschen zu erleben", sagte Aki Watzke, Boss von Borussia Dortmund, nach der Nachricht über Tod Horst Eckels.

HSV-Legende Uwe Seeler äußerste sich ebenfalls bestürzt über den Verlust des 54-Weltmeisters. "Das tut mir wirklich sehr leid. Wir haben bis zuletzt oft auf Veranstaltungen Zeit zusammen verbracht, durch die Pandemie leider in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr. Er war immer sehr kameradschaftlich und menschlich einfach ein echt guter Typ mit Herz", sagte Seeler dem "sid".

Flick: "Eckel war ein Vorbild für mich"

Bundestrainer Hansi Flick kann nicht so sehr über den Fußballer Eckel urteilen, hat dafür aber eine großartige Person kennengelernt. "Den Fußballer Horst Eckel habe ich leider nie live spielen sehen dürfen, der Mensch Horst Eckel war in jeder Hinsicht ein Vorbild für mich. Seine Warmherzigkeit war ansteckend, sein soziales Engagement außergewöhnlich. Er wird mir persönlich und dem gesamten deutschen Fußball sehr fehlen. Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr traurig."

Ähnlich ergeht es auch Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff. "Die Weltmeister von 1954 sind sportlich und nicht zuletzt aufgrund der historischen Umstände für die Geschichte der Nationalmannschaft von überragender Bedeutung. (...) Horst Eckel stand sinnbildlich für die Werte der Helden von Bern: bescheiden, herzlich, bodenständig, ohne Allüren. Die persönlichen Gespräche mit ihm waren immer ungemein bereichernd. Zu wissen, dass Horst Eckel und damit keiner der 54er mehr lebt, erfüllt mich und uns alle bei der Nationalmannschaft mit großer Trauer." (sid/sho)