So minimieren Sie das Gesundheits-RisikoNachtschichten machen einsam und krank

Drei Millionen Deutsche arbeiten regelmäßig nachts. Das hat große Auswirkungen auf die Gesundheit, doch in vielen Branchen ist die Nachtarbeit nicht zu vermeiden. Wir geben Tipps, wie Betroffene am besten durch die ungesunden Schichten kommen.
Wie anstrengend eine Nachtschicht für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ist, hat RTL-Aktuell-Moderator Maik Meuser selbst erlebt.

Nachtschichten sind ungesund

Nachtarbeit macht dick, einsam und krank. Das klingt gefährlich – und ist es auch, sagen Experten. Unser Schlafhormon Melatonin sorgt dafür, dass wir müde werden. Ausgeschüttet wird es, wenn es dunkel ist. Daher kommt unser Körper bei Nachtarbeit entscheidend aus dem Gleichgewicht.

Auch für selbsternannte Nachteulen ist Schicht- und Nachtarbeit nicht zu unterschätzen, denn es drohen viele Risiken:

- Schlafstörungen

- Appetitlosigkeit

- Reizbarkeit

- Geringere Leistungsfähigkeit

- Depressive Verstimmungen

Diese Tipps minimieren das Risiko

Arbeitnehmer, die Nachtschichten nicht vermeiden können, sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten. Obst und Gemüse versorgen den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Sport kann dabei helfen, die regelmäßige Rhythmusverschiebung abzufedern, denn der Körper wird resistenter gegenüber Belastungen.

Auch die Reihenfolge der Schichtarbeit ist wichtig: Die Vorwärtsrotation, also Frühschicht – Spätschicht – Nachtschicht sind für den Körper leichter zu verkraften.

Und auch wenn mehr Geld verlockend klingt, sollten besondere Belastungen im besten Fall durch Freizeit zur Erholung ausgeglichen werden. Das empfiehlt Dr. Yvonne Lott, Expertin für Arbeitszeit, in einer Studie der Hans Böckler-Stiftung.