Lebende Tier-Maskottchen seien nicht zeitgemäß

Peta fordert: 1. FC Köln soll sich von Geißbock Hennes trennen

Geißbock Hennes
Geißbock Hennes
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31. Mai 2021 - 15:51 Uhr

Peta: Hennes muss weg

Wer an den 1. FC Köln denkt, der denkt unweigerlich auch an Hennes. Das Maskottchen ist fest mit dem Traditionsverein verknüpft – die Fans lieben ihren Geißbock. Doch damit muss dringend Schluss sein, fordert die Tierschutzorganisation Peta. Ein lebendes Tier habe in einem Stadion nichts verloren, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung.

Hennes soll auf einen Lebenshof

Die Tierrechtsorganisation appelliert darin an den Fußballclub, Hennes an einen Lebenshof zu übergeben, und bietet der Mannschaft an, ihr ein Geißbock-Kostüm für ein menschliches Maskottchen zu schenken.

"Von dem völlig veralteten Brauch, ein Tier als Glücksbringer zu missbrauchen, muss sich der 1. FC Köln endlich trennen. Der Verein sollte seinen heutigen Erfolg als Chance für einen Neustart betrachten und aufhören, Geißböcke ins Stadion zu zwingen. Peta hilft gerne dabei, eine geeignete Unterbringung für Hennes IX. und ein passendes Maskottchen-Kostüm zu finden. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen unser Angebot annehmen", so Biologin Dr. Yvonne Würz, Petas Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche.

Peta prangert Missbrauch an

"Werden Tiere unter Zwang bedrohlichen Situationen ausgesetzt, denen sie nicht entfliehen können, bedeutet das immensen Stress für sie", so Würz. Und genau das sei, was dem Geißbock bei Spielen im Stadion passiere. "Seit 1950 missbraucht der 1. FC Köln lebende Geißböcke als Maskottchen", so Peta weiter. Petas Motto laute: Tiere seien nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setze sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. (lgr)