Dubiose Firmen stellen unberechtigte Mahn-Forderungen

Telefonsex-Falle: Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugswelle

Neue Welle von Telefonsex-Betrugsversuchen: In den meisten Fällen wird in einer SMS oder in einem schriftlichen Mahnschreiben eine Forderung von 90 Euro gestellt. (Foto: Symbolbild)
Neue Welle von Telefonsex-Betrugsversuchen: In den meisten Fällen wird in einer SMS oder in einem schriftlichen Mahnschreiben eine Forderung von 90 Euro gestellt. (Foto: Symbolbild)
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07. Dezember 2021 - 13:31 Uhr

RTL-Zuschauer bittet uns um Hilfe

Dirk K. fühlt sich als Opfer – und das zurecht. Er schreibt uns: "Habe eine SMS auf meinem Handy bekommen, mit einer Geldforderung eines dubiosen Unternehmens aus Tschechien. Laut meiner Recherche im Internet sind weitere hunderte Opfer betroffen." Die Masche funktioniert so: Man bekommt eine SMS oder ein Mahnschreiben. Darin wird behauptet, man habe einen Erotikdienst für Erwachsene angerufen – und dann werden horrende Forderungen gestellt. Das raten Verbraucherexperten!

Wechselkarussell-Firmen stellen absurde Forderungen

In den meisten Fällen wird in einer SMS oder in einem schriftlichen Mahnschreiben eine Forderung von 90 Euro gestellt. Doch bei dieser dreisten und völlig unbegründeten Forderung bleibt es nicht: Eine Woche später werden von der Betrugsfirma schon 140 Euro gefordert, berichtet der Mann im Gespräch mit RTL. Dirk K. ist mit seinem Problem nicht alleine. Schon viele Menschen haben sich mittlerweile verzweifelt an Anwälte und Verbraucherschutz-Organisationen mit einer Klage über diese Betrugsmasche gewendet. Die angeblichen Firmen dahinter nennen sich Novacall, Arvex, Mexcom, Kawora, Mediascape, Werso, Telstar, Telpay, Madaco oder eben Phonemax - ein Wechselkarussell.

Lese-Tipp: Abzocke per SMS! Verbraucherzentralen warnen vor Smishing-Masche

Dubiose Mahnungen für angebliche Sex-Gespräche nehmen wieder zu

In der Tat: Aktuell wenden sich zurzeit wieder vermehrt Verbraucherinnen und Verbraucher wegen dieser und ähnlicher Betrugsversuche an das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ). Sie alle sollen für angeblichen Telefonsex zahlen. Die Rechnungen und Mahnungen stammen demnach in den meisten Fällen von vermeintlichen Firmen aus Tschechien. Am bekanntesten sind laut EVZ die beiden Firmennamen Phonemax und Mediascape. Gefordert werde zu Beginn ein Betrag von 90 Euro, später mit Mahn- und Verzugskosten bis zu 500 Euro.

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Nicht einschüchtern lassen und schriftlich widersprechen!

Der Ratschlag der Verbraucher-Experten: Betroffene sollten sich nicht einschüchtern lassen und den Forderungen schriftlich widersprechen. Wurde tatsächlich eine Dienstleistung in Anspruch genommen, ist der oder die Betroffene zunächst nur zur Zahlung der Verbindungskosten verpflichtet. Unseriöse Mahnungen und Rechnungen erkenne man daran, dass Formulierungen wie "Sehr geehrte(r) Telefonanschlussinhaber(in)" enthalten sind. Zudem gilt, so die EVZ: Bei Mahnungen muss das Unternehmen immer beweisen können, auf welcher Grundlage die Forderung beruht. (ija)

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