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Studie Uni Lübeck: Handy-Strahlung macht hungrig - Teilnehmer essen mehr Kalorien

Bierbauch durch Smartphone?

Handy-Strahlung macht hungrig - Studie mit "überraschend eindeutigem Ergebnis"

ARCHIV - 24.04.2021, Berlin: Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand. (zu dpa «Studie der Uni Bochum: Weniger Smartphone, mehr Wohlbefinden») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Jemand tippt auf seinem Handy (Symbolbild).
som fgj kde wa, dpa, Fabian Sommer

Jeden Tag benutzen wir unser Smartphone. Es gibt inzwischen kaum einen Moment, wo es nicht dabei ist. Viele Menschen fragen sich daher: Wie gesundheitsschädlich ist die Handy-Strahlung? Nun, jedenfalls macht sie ziemlich hungrig. Das hat eine Studie der Universität Lübeck herausgefunden. Die Untersuchung ergab: Durch die Smartphone-Strahlung nehmen wir mehr Kalorien zu uns. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift „Nutrients“.

Zunehmen durch Smartphone: Nach Handy-Strahlung gehen die Teilnehmer ans Buffet

Wie lief die Studie ab? 15 Männer zwischen 21 bis 29 Jahren wurden in einem zweiwöchigem Abstand dreimal von der Universität einbestellt. Die Voraussetzung: Die Teilnehmer durften zuvor zwölf Stunden lang weder Nahrung und Koffein zu sich nehmen noch das Handy benutzen.

Vor Ort wurden die Männer für jeweils fünf bis 25 Minuten Strahlung von zwei verschiedenen Smartphones ausgesetzt. Danach folgte ein Frühstücksbuffet. Über den eigentlichen Zweck der Studie wurden die Teilnehmer jedoch nicht informiert. Dadurch wollten die Forscher verhindern, dass sie sich auf das Essen konzentrierten. Sowohl vor als auch nach dem Buffet wurden verschiedene (Blut)-Werte gemessen.

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Studie Uni Lübeck: Mehr Kohlenhydrate durch Handy-Strahlung

Die Forscher kamen zu einem „überraschend eindeutigem Ergebnis“: Die Handy-Strahlung führt bei fast allen Teilnehmern zu einer 22 bis 27 Prozent höheren Kalorienzufuhr. Das bedeutet: Nach den Tests haben die Männer am Buffet zugeschlagen.

Doch die Teilnehmer haben nicht nur generell mehr gegessen – sondern haben vor allem zu Kohlenhydraten gegriffen. In einem „geringen Maße“ nahmen die Probanden auch mehr Proteine zu sich.

Und wie schätzen die Forscher die Ergebnisse ein? Sie identifizieren die Smartphone-Strahlung als „einen potenziellen Faktor, der zur Übernahme beim Menschen beiträgt“. Zudem schließen sie aus der Studie, dass die Strahlung auch die Steuerung von Hunger und Sättigung im Gehirn beeinflussen. Die Erkenntnisse stehen im Einklang mit früheren Daten aus Nagetier-Studien der Uni Lübeck: Die Nager haben nach zweistündiger Handy-Strahlung ebenfalls mehr Nahrung zu sich genommen. (jaw)

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