Stiftung Warentest prüft Babyphones und Webcams: Nur zwei von insgesamt 17 sind "gut"

11. Dezember 2019 - 10:12 Uhr

Babyphone-Modelle im Check

Ob klassische Babyphones oder Webcams - für Eltern gibt es viele Möglichkeiten ins Kinderzimmer ihrer Kleinsten zu lauschen. Doch auf welche ist auch wirklich Verlass und meldet rechtzeitig, wenn das Kind in der Nacht schreit? Stiftung Warentest hat 17 Modelle getestet.

Diese Modelle warnen Eltern zuverlässig

Geprüft wurden zwölf klassische Babyphones die nur Ton oder Ton und Video übertragen. Außerdem wurden fünf Baby-Webcams unter die Lupe genommen. Geprüft wurde die Reichweite, die Qualität der Übertragung, Handhabung, Akku und Umwelteigenschaften.

Das Ergebnis ist ernüchternd: nur zwei Geräte wurden mit "gut" bewertet.

  • Testsieger der klassischen Babyphones ist das Audio-Gerät Philips SCD585 für 136 Euro (1,7).
  • Auch als "gut" bewertet und etwas günstiger als der Testsieger ist das Ton/Video-Babyphone VTech BM 2300 für 64 Euro (2,4).
  • Bei den Baby-Webcams hat das Modell Philips SCD870 mit "befriedigend" am besten abgeschnitten.

Stiftung Warentest rät: Finger weg von Baby-Webcams

Finger weg von folgenden Produkten, rät die Stiftung Warentest:

Klassische Babyphones nur mit Ton:

  • Die Audio-Modelle Topcom KS-4216 und Reer Bee Connect Plus sind laut Stiftung Warentest nur "ausreichend".
  • Auch die Ton/Video-Modelle Switel BCF 877 und Reer Mix&Match Cam, Display L wurden mit "ausreichend" benotet.

Das sind die Verlierer der Baby-Webcams:

Die Modelle Beurer BY88 Smart, Motorola MBP845Connect und Nuk Smart Control Multi 310 wurden alle mit "mangelhaft" bewertet.

Darum sind Baby-Webcams nicht zu empfehlen:

Der einzige verlockende Grund, sich eine Baby-Webcam zuzulegen, ist die riesige Reichweite. Die Kameras verbinden sich über das Internet mit einer App auf dem Smartphone oder Tablet. Macht das Kind Rabatz, meldet sich die App im Idealfall und hält auf dem Telefon ein Video mit Ton bereit. Die Bilder vom Nachwuchs sind überall zu sehen, wo es eine Internetverbindung gibt – ideal für Eltern, die eine längere Distanz überbrücken müssen. Das Problem: Bei einem Strom- oder Internetausfall warnte kein Gerät halbwegs verlässlich. Die Eltern ahnen also nicht, dass das Kind vielleicht schon länger weint.

Ein weiteres Risiko: Fremde können leicht auf Babyvideos zugreifen. Bei zwei von fünf Webcams ist das der Stiftung Warentest gelungen.

Eine gute Nachricht haben wir aber noch: Viele Eltern machen sich Sorgen um die elektromagnetische Strahlung, die Babyphones im Kinderzimmer absondern. Hier kann der Test der StiWa jedoch Entwarnung geben. Falls Sie noch eine gute Videokamera brauchen, um die Kindheit Ihres Nachwuchses aufzuzeichnen: Unser Camcorder-Vergleich zeigt, welche Geräte gut sind.

Den ganzen Babyphone-Test können Sie sich hier anschauen.