13 Geräte im Check, die auch scannen und kopieren

Stiftung Warentest: Manche Drucker sparen richtig Geld - andere enttäuschen

Tintendrucker im Test: Die Experten der Stiftung Warentest haben diverse Geräte untersucht
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05. Juni 2020 - 14:00 Uhr

Welcher Tintendrucker liefert gute und günstige Ergebnisse?

Koch-Rezepte, Rechnungen oder Anleitungen - was drucken Sie zuhause alles aus? Wer dafür einen Tintendrucker benutzt, braucht selten Ausdrucke in hoher Qualität. Die Ergebnisse müssen vor allem lesbar sein. Stiftung Warentest hat 13 Tintendrucker genauer unter die Lupe genommen, die auch scannen und kopieren können. Herausgekommen ist eine Liste von Geräten, die besonders sparsam sind. Einen Vergleich von Scannern finden Sie übrigens hier.

Der Testsieger druckt und scannt gut, aber als Kopierer ist er nur befriedigend

Die Sieger fürs Homeoffice werden mit Patronen gefüttert, aber die für sparsame Nutzer empfehlenswerten Geräte hängen an der Flasche. Ein weiteres Fazit der Prüfer: Die Qualität beim Drucken, Scannen "und besonders beim Kopieren" nimmt ab. "Keines der aktuellen Modelle druckt gleichzeitig gut und günstig, keines schneidet beim Kopieren gut ab."

>> Testsieger bei den Geräten ohne Fax-Funktion wurde mit der Gesamtnote 2,7 der Epson Expression Photo XP-8600* 🛒, der durchschnittlich 145 Euro kostet. Er druckt und scannt gut, als Kopierer ist er befriedigend. Seine Ausdrucke sind allerdings sehr teuer. Eine Textseite kostet 6 Cent, Farb- oder Fotodrucke in A4 sogar 16 Cent, beziehungsweise 1,80 Euro.

Ähnlich sieht es beim Zweitplatzierten HP Officejet 8012* 🛒 (108 Euro/2,8) aus. Seine Tintenkosten sind zwar leicht niedriger, dafür druckt und scannt er nur befriedigend.

Dass Hersteller Drucker günstig verkaufen und dann den Gewinn mit Tintenpatronen machen, zeigt besonders krass der Epson Expression Home XP-4100* 🛒 (2,9), der auf Platz 3 landete. Er ist im Schnitt schon für knapp 80 Euro zu haben, bei ihm kostet aber ein A4-Fotodruck sage und schreibe 3,30 Euro.

Der beste Kombi-Drucker kommt von HP

Etwas besser ist das Preis-Kosten-Verhältnis beim besten Kombi-Drucker mit Fax-Funktion. Der HP Officejet Pro 9010* 🛒 kostet rund 170 Euro und ist mit dem Qualitätsurteil 2,6 insgesamt das beste Gerät im Test gewesen. Das liegt vor allem an seinen vergleichsweise niedrigen Tintenkosten. Stiftung Warentest ermittelte für eine Textseite 2,5 Cent, für eine Farbseite 7 Cent und für einen A4-Fotodruck 1 Euro.

Spar-Tipp: Tinte aus der Flasche statt aus der Patrone

Nutzern, denen die Druckqualität nicht so wichtig ist, empfiehlt Stiftung Warentest Drucker, die ihre Tinte nicht aus Patronen, sondern aus Flaschen beziehen. Sie drucken nicht nur viel günstiger, sondern verursachen auch erheblich weniger Müll.

Der beste Flaschen-Drucker ohne Fax-Funktion im Test war der Canon Pixma G6050 (3,2). Er ist mit 335 Euro zwar sehr teuer. Vieldrucker gleichen das aber schnell durch die geringen Tintenkosten aus. Eine Textseite schlägt lediglich mit 0,3 Cent, eine Farbseite mit 0,5 Cent und ein A4-Farbdruck mit gerade mal 6 Cent zu Buche. Da kann man verschmerzen, dass das Gerät für seine Druck-Leistung insgesamt nur "ausreichend" (3,7) benotet wurde. Das liegt vor allem an der mangelnden Lichtbeständigkeit.

Weniger Kompromisse müssen Käufer des Flaschen-Testsiegers bei den Druckern mit Fax-Funktion machen. Der HP Smart Tank Plus 655 (340 Euro/3,1) druckt und scannt befriedigend und schwächelte lediglich beim Kopieren, wofür er mit einer 4 bestraft wurde. Solange man Kopien noch gut lesen kann, ist das für die meisten Nutzer kaum ein Problem. Interessanter ist, dass eine Textseite nur 0,3, eine Farbseite 0,5 und ein A4-Farbdruck 9 Cent kostet.

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