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Stiftung Warentest 2020: Diese Blutdruckmessgeräte taugen was

Experten-Check

Stiftung Warentest 2020: Diese Blutdruckmessgeräte taugen was

Blutdruckmessgerät
Stiftung Warentest hat gecheckt, welche Blutdruckmessgeräte gut sind
iStockphoto

Das Angebot an Messgeräten für Bluthochdruck-Patienten ist groß

Viele wissen nicht, dass Bluthochdruck ein stiller Killer ist – dabei leidet fast jeder dritte Bundesbürger daran, oft ohne es zu merken. Gefährlich ist ein erhöhter Blutdruck (oder auch „Hypertonie“) , weil dadurch langfristig das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhauterkrankungen oder Nierenversagen steigt. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Blutdruckwert zu kennen und regelmäßig zu messen. Welche Blutdruckmessgeräte für zuhause zu empfehlen sind, hat die Stiftung Warentest jetzt veröffentlicht (Heft September/2020, alle Ergebnisse hier nachlesen) . Das Angebot ist groß, aber es gibt auch viele gute Geräte, wie der Test gezeigt hat.

Blutdruckmesser für den Oberarm und fürs Handgelenk im Test

Von 17 geprüften Blutdruckmessgeräten sind sieben gut – darunter sechs für den Oberarm, aber nur eins fürs Handgelenk. Oberarm-Messgeräte sind insgesamt genauer als die Produkte fürs Handgelenk. Das hängt mit ihrer breiteren Manschette zusammen. Durch sie lassen sich die für die Messung nötigen Werte besser erfassen. Außerdem messen die Geräte bei richtiger Anwendung automatisch auf Herzhöhe. Handgelenkgeräte müssen Nutzer aktiv in diese Position bringen, also den Arm korrekt anwinkeln, sonst drohen Messfehler.

Zwei der Handgelenkgeräte, darunter das einzige gute ("Omron RS7 Intelli IT", 70 Euro, Note 2,4), lassen sich mit dem Smartphone koppeln. Die zugehörige App führt ein Blutdrucktagebuch mit Kurvenverläufen und ist laut der Prüfung der Tester beim Umgang mit Daten unbedenklich.

Der Testsieger unter den Blutdruckmessgeräten kostet nur 50 Euro

Die Nase vorn hatte im Test das
"Boso Medicus X" für 50 Euro * 🛒 (Note 2,3)

Günstiger und auch "gut" sind die Geräte
"Veroval Compact Oberarm" * (31 Euro, 2,4)
und "Sanitas SBM 22" * /24 Euro, 2,5).

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Was den Bluthochdruck senken kann

Die Ursachen sind übrigens auch vielfältig. Für Hypertonie kann vor allem ein belastender Lebensstil der Auslöser sein. Stichwort Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, starker Alkoholkonsum, Stress oder auch die Einnahme von Schmerzmitteln.

Grundsätzlich kann es bei einer leichten Erhöhung des Blutdrucks ausreichen, sich mehr zu bewegen und gesünder zu essen. Was immer eine gute Idee ist. Doch bei Werten ab 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) ist eine Therapie mit Medikamenten erforderlich. In den USA werden seit Neustem bereits Werte ab 130/80 mmHg medikamentös behandelt.

Das ist in Deutschland jedoch umstritten. Denn wie immer gilt: keine Wirkung ohne mögliche Nebenwirkung. Bei Blutdruckmitteln sind dies meist Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Reizhusten und Schwindel.

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