14. Juli 2016 - 6:26 Uhr

Seine Ehefrau saß im Publikum

Der spanische Torero Victor Barrio ist am Samstag in der Stierkampfarena in Teruel getötet worden. Ein Stier durchbohrte sein Herz - vor den Augen seiner Frau, die im Publikum saß. Der Kampf wurde auch im spanischen Fernsehen übertragen. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass ein Matador bei einem Stierkampf getötet wurde.

Victor Barrio ist bei einem Stierkampf ums Leben gekommen.
Der spanische Matador Victor Barrio hat den Kampf nicht überlebt.
© dpa, Antonio Garcia

Der 29-Jährige war ein erfahrener Torero und Matador, er hatte bereits Preise gewonnen. Doch Stier Lorenzo, der mehr als 550 Kilogramm wiegt, traf ihn im Brustbereich und durchbohrte dabei sein Herz. Andere Toreros eilten zur Hilfe, lenkten den Bullen ab und trugen Barrio vom Platz. Er sei leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden, berichteten spanische Medien. Wiederbelebungsversuche brachten keinen Erfolg.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy drückte sein Mitgefühl aus. "Mein Beileid an die Familie und Kollegen von Victor Barrio, der bei einem Stierkampf in Teruel ums Leben kam. Ruhe in Frieden", twitterte er.

Zuletzt waren in den Jahren 1984 und 1985 zwei Matadore in spanischen Arenen von Kampfstieren getötet worden. Im Jahr 1992 starben zwei Banderilleros bei Stierkämpfen in Spanien. Ein Banderillo ist der Gehilfe eines Matadors. Als Torero wird jeder bezeichnet, der an einem Stierkampf beteiligt ist. Neben dem Matador und dem Banderillo gibt es noch den Picador (ebenfalls ein Gehilfe des Matadors) und den Novillero (quasi ein Matador in der Ausbildung).