Giftige Raupe

Städte bekämpfen wieder den Eichenprozessionsspinner

Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

07. Mai 2021 - 9:42 Uhr

Sie bewegen sich in Dutzenden an den Bäumen: Larven eines unscheinbaren Nachtfalters. Bei Menschen können die Tiere schlimme Reaktionen hervorrufen. In Hessen wird nun mit Hubschraubern und Sprühkanonen gegen den Eichenprozessionsspinner vorgegangen.

Schädlingsbekämpfungsmittel in ganz Hessen

In vielen hessischen Städten beginnt dieser Tage wieder der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Vorsorglich sollen Tausende Eichen an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, auf Spielplätzen, an Kitas, Schulen oder Friedhöfen mit biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln besprüht oder Raupennester abgesaugt werden, um die Menschen vor den Gesundheitsgefahren zu schützen.

Eine Gefahr für die Gesundheit

Die sogenannten Brennhaare der Larven von Nachtfaltern enthalten Nesselgift und können leicht in die Haut und Schleimhaut eindringen. Die Folgen können sein:

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  • Ausschläge
  • Augenreizungen
  • Atembeschwerden
  • allergische Reaktionen sein.

Brennhaare entwickeln sich im Mai oder Juni

"Der Eichenprozessionsspinner kommt nahezu landesweit vor. Ein vermehrtes Auftreten verzeichnen wir aber insbesondere im westlichen Hessen, zwischen Weilburg und Gießen und im südlichen Hessen", teilte der Landesbetrieb Hessen Forst der Deutschen Presseagentur mit. Trockenheit und steigende Temperaturen hätten generell auch in Hessen zu einer vermehrten Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners geführt. "Besonders häufig sind die wärmeliebenden Raupen in lichten Eichenwäldern, an Waldrändern und Alleen anzutreffen." Waldbesucher sollten daher in den kommenden Monaten aufmerksam sein und bei einem Kontakt zu einem Arzt gehen. Auch Tiere können betroffen sein.

Der Eichenprozessionsspinner bildet nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums im dritten von sechs Larvenstadien im Mai oder Juni die Brennhaare aus, die in jedem weiteren Stadium mehr und länger werden. Die Raupen leben in Gruppen zusammen. Befallene Eichen erkenne man an kahlgefressenen Ästen und an den Nestern.

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