Kampf gegen Keime und Kalk

Sodastream & Co.: Wassersprudler und -Flaschen fix reinigen

Wassersprudler sollten regelmäßig gereinigt werden
Selbst gesprudeltes Wasser: nachhaltig, günstig und praktisch
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Nachhaltig, günstig und praktisch: Wassersprudler sind eine beliebte Alternative zu Plastikflaschen und Wasserkästen aus dem Supermarkt. Ein Sprudler besteht aus verschiedenen Komponenten, die alle regelmäßig gereinigt werden müssen, damit sich in den Flaschen keine gefährlichen Bakterien oder Keime bilden. Bei täglicher Benutzung sollten Gehäuse und Düse alle vier Wochen gereinigt werden. Die Flaschen selbst reinigen Sie am besten einmal pro Woche. Mit unseren einfachen Tipps bleibt Ihr Trinkwasser aus dem Sprudler so sauber und gesund, wie es aus dem Hahn kommt.

Spüli und Reis zum Reinigen der Flasche

Leitungswasser wird in Deutschland sehr gründlich kontrolliert, und gilt als frei von gesundheitsschädigenden Bakterien. Daher muss man die Wassersprudler nicht mit speziellen Reinigungsmitteln reinigen. Generell gilt: Die Flasche sollte vor jeder Neubefüllung mit Wasser ausgespült werden, um grobe Verunreinigungen zu entfernen. Bei Kunststofflaschen füllen Sie das Wasser nach dem Sprudeln am besten direkt in ein Glas oder eine Karaffe um. Trinken Sie direkt aus der Flasche, sollten Sie sie jeweils nach dem Leeren und vor dem Anschließen an den Sprudler gründlich reinigen.

Verunreinigungen an den Glas- oder Plastiklaschen entstehen hauptsächlich beim Trinken des abgefüllten Wassers am Mundstück der Flasche, weiß Expertin Elke Messerschmidt vom Kompetenzzentrum Hauswirtschaft in Triesdorf. Peppt man das Wasser zusätzlich mit Sirup auf, können sich in der Flasche zuckerhaltige Rückstände bilden – es drohe sogar Schimmelbildung. Doch die Hauswirtschaftsmeisterin weiß, wie man dem am besten vorbeugt:

Zur Reinigung der Flasche braucht man lediglich etwas Spülmittel. (Normales Spülmittel ist vor allem bei den noch am meisten verbreiteten PET-Flaschen besser als die auch empfohlenen Hausmittel Soda, Backpulver oder Zitronensäure – denn diese Mittel können das Plastik angreifen). Man befüllt die Flasche bis zur Hälfte mit warmem Wasser und gib etwas Spülmittel hinzu. Flasche schließen, schütteln und für fünf Minuten stehen lassen.

Sind noch Sirup-Reste in der Flasche, hilft es, etwas Reis dazu zu geben. Die Körner reiben beim Schütteln an der Innenseite der Flasche und lösen so Rückstände ab. Alternativ kann man auch eine Flaschenbürste benutzen. Dabei sollte man allerdings eine Bürste mit weichen Borsten verwenden, da sonst die Flaschen zerkratzt werden könnten. Anschließend mit klarem Wasser spülen und gründlich trocknen lassen.

Alleskönner Zitronensäure

Alternativ können auch Natron oder Backpulver verwendet werden.
Zitronensäure ist eine praktische und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Putzmitteln.
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In Gegenden mit kalkhaltigem Wasser kann es an dunklen Geräten zu Kalkflecken durch Wasserspritzer kommen. Um diese zu beseitigen, genügt ein einfacher Reiniger auf Zitronensäurebasis.

Diesen Reiniger, empfiehlt Elke Messerschmidt, stellt man am besten ganz einfach selber her: Auf einen Liter Wasser gibt man 3 EL Zitronensäurepulver* (erhältlich in jedem Drogeriemarkt oder online). Diese Mischung füllt man in eine Sprühflasche, besprüht das Gerät mit der Zitronensäurelösung und trocknet die Spritzer mit einem Baumwolltuch nach. Das Reinigungsmittel ist nahezu unbegrenzt haltbar, weiß die Expertin.

Die Düse muss gereinigt und entkalkt werden

Die Düse des Wassersprudlers* ist ein Nährboden für Bakterien, da sie nach der Benutzung feucht ist und meist ungeschützt an der Luft steht. Zudem kann die Düse nach einiger Zeit verkalken, was den Sprudelvorgang beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall verkalkt das Gerät so stark, dass Wasser an Verbindungsstellen austritt und den Sprudler beschädigt. Deshalb sollte auch die Düse regelmäßig gereinigt und entkalkt werden – am besten alle vier Wochen, wenn der Sprudler täglich genutzt wird.

So geht’s:

  • Flasche füllen und Entkalker auf Zitronensäurebasis in der angegebenen Menge zufügen. In der Regel sind es zwei Esslöffel oder 50 Milliliter.
  • Flasche in den Sprudler einsetzen und kurz die Düse drücken, um sie durchzuspülen.
  • 15 Minuten stehen lassen, damit der Entkalker wirken kann.
  • Anschließend Flasche und Düse mit klarem Wasser durchspülen und gut trocknen lassen.

Vorsicht mit der Spülmaschine

Alternativ kann man die Flaschen kopfüber in die Spülmaschine stellen. Da die Flaschen aber in der Regel relativ hoch sind, kommt besonders im Fall von engen Flaschen-Öffnungen nicht ausreichend Wasser in das Gefäß. Die Reinigung erfolgt dann nicht optimal. Bei PET-Flaschen muss man zusätzlich damit rechnen, dass sie sich in der Spülmaschine durch die Hitze verformen oder das Material porös wird. Die Expertin rät daher zur Reinigung mit einer weichen Flaschenbürste statt in der Spülmaschine. (psc)

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