Einfach mal abhängen, Basilikum futtern und Co

So lebt man bis zu 20 Jahre länger - Bremer Altersforscher verrät uns seine Jungbrunnen-Formel

Bremer Altersforscher Sven Voelpel isst Basilikum während er an einem Baum hängt
© RTL Nord

16. Oktober 2020 - 16:41 Uhr

Sieben Tipps, die jünger machen

Es klingt zu schön um wahr zu sein, aber der Bremer Altersforscher Sven Voelpel sagt: Mit ein paar Kniffen können wir unsere Lebenszeit mal eben um sechs, sieben oder sogar ganze 20 Jahre verlängern oder zumindest unser biologisches Alter reduzieren. Darüber hat er auch ein Buch geschrieben. Seine Jungbrunnen-Formel besteht aus sieben Tipps. Dabei gilt: Wer sich einen Punkt besonders zu Herzen nimmt, kann einen anderen vernachlässigen.

Tipp 1: Die Einstellung

Bei der Einstellung geht es um die Art wie wir denken, fühlen und handeln, sagt der Altersforscher. Und das kann sich laut Voelpel positiv auf unsere Lebenszeit auswirken: "Alleine wenn man eine positive Einstellung zum Alter hat, gewinnt man siebeneinhalb Lebensjahre, das heißt man bleibt siebeneinhalb Lebensjahre biologisch jünger oder lebt siebeneinhalb Jahre länger." 

Tipp 2: Powerkraut Basilikum

Ernährung ist besonders wichtig. "Der Mensch ist was er isst", sagt Sven Voelpel. Dabei kommt es auf der einen Seite auf die Qualität der Lebensmittel an. Aber natürlich auch darauf, was wir essen. Und dabei hat er einen grünen Favoriten: Basilikum: "Das ist ein ziemliches Powerkraut. Basilikum ist nicht nur basenbildend, wie die meisten Kräuter, sondern auch ein natürliches Antibiotikum. Wer dazu nicht raucht und übermäßig trinkt, gewinnt laut Voelpel nochmal 18 Lebensjahre.

Tipp 3: Neue Bewegungen lernen

Bremer Altersforscher Sven Voelpel zeigt ungewöhnliche Bewegungen um sein Lebensalter zu verlängern. Hier die "Krabbe".
Bremer Altersforscher Sven Voelpel zeigt ungewöhnliche Bewegungen um sein Lebensalter zu verlängern. Hier die "Krabbe".
© RTL Nord

"Immer wenn man sich viel bewegt, gibt es einen Blutfluss im Gehirn, die Lymphen werden aktiviert und der Körper wird mit Sauerstoff versorgt", deshalb sei Bewegung generell gut, sagt der Altersforscher. Am besten man integriert sie direkt in seinen Alltag. Dadurch lässt sich das Leben, laut des Altersforschers, um bis zu sechs Jahre verlängern. Und dabei sollte Sie nicht immer dasselbe machen, sondern auch mal was ungewöhnliches ausprobieren. Zum Beispiel beim Treppensteigen: "Man geht einfach mal hoch als "Krabbe". Das heißt einfach auf allen Vieren. das macht Kindern auch besonders Spaß. Und jedes Mal wenn man eine neue Bewegung macht, verknüpft man tatsächlich die Gehirnhälften ganz anders."

Tipp 4: Ausreichend Schlaf

Der Körper erholt und regeneriert sich nur im Schlaf, sagt der Forscher. Schlafen ist außerdem wichtig für den Muskelaufbau und das Gehirn - das wird beim Schlummern nämlich einmal gereinigt, so Voelpel: "Wenn wir schlafen werden Kurzzeitinformationen ins Langzeitgedächtnis übergeführt" und das sei wichtig für die Entgiftungsprozesse im Köper. Ein Mittagsschläfchen ist dafür übrigens auch super.

Tipp 5: Die richtige Atmung

Bremer Altersforscher Sven Voelpel bei Entspannungübung
Bremer Altersforscher Sven Voelpel bei Entspannungsübung.
© RTL Nord

Es gibt nicht um sonst das Sprichwort: "Halt doch mal die Luft an" oder "Hol mal tief Luft". Laut des Altersforschers soll man die Atmung verlangsamen. Warum erklärt er an einem Beispiel: "Wenn ich jetzt einen Apfel aufschneide, dann oxidiert der, dann wird der braun durch den Sauerstoff. Genau das passiert beim Atmen. Wenn ich einatme passiert genau das selbe in den Zellen, nämlich oxidativer Stress. Das heißt wenn ich langsam atme, ist der Stoffwechsel langsamer, es passieren weniger Zellschädigungen und dadurch bleibt man länger jung."

Tipp 6: Entspannung finden

Es ist im stressigen Alltag gar nicht so einfach sich zu entspannen, aber sehr wichtig. Wie man abschaltet ist dabei egal: Der eine durch Yoga, der andere durch Sport. Entspannung muss jeder für sich selbst finden. Denn wer dauerhaft gestresst ist, altert schneller. 

Tipp 7: Soziale Kontakte pflegen

Egal ob wir Zeit mit Freunden und Familie verbringen, Hauptsache wir isolieren uns nicht, sagt der Altersforscher. Denn soziale Kontakte halten uns geistig jung und sind extrem wichtig. Vereinsamung ist laut Voegel die Todesursache Nummer eins.