Mit dem richtigen Tarif und diesen einfachen Einstellungen

So kommen Sie mit Ihrem Datenvolumen aus

Schon wieder ist das Datenvolumen leer? Das lässt sich mit ein paar Tipps vermeiden.
© iStockphoto

24. Januar 2020 - 18:15 Uhr

Schwelle von einer Milliarde Gigabyte überschritten

E-Mails checken, WhatsApp-Nachrichten beantworten oder in den Social-Media-Kanälen surfen - und das alles unterwegs. Doch immer mehr Menschen streamen im Mobilfunknetz auch Videos und Musik. So viel, dass in den deutschen Mobilfunknetzen im Jahr 2019 mehr Daten verbraucht wurden als jemals zuvor. Telefónica überschritt im o2-Netz nach eigenen Angaben erstmals die Schwelle von einem Exabyte - das entspricht einer Milliarde Gigabyte. Doch wie komme ich mit dem Datenvolumen aus, das ich monatlich habe? 

Apps über „Mobiles Netz“ einschränken

Der Verbrauch an Datenvolumen jedes einzelnen Nutzers hat sich stark verändert. Telefonate und SMS nutzen wir viel weniger. Stattdessen hören wir viel mehr Musik, drehen und verschicken häufiger Videos. Im Schnitt kostet 1 GB auch 1 Euro an Datenvolumenverbrauch im Mobilfunknetz.

Um sein Datenvolumen zu schonen, sollte man generell Apps über "Mobiles Netz" einschränken, damit sie im Hintergrund keine Daten mehr laden. Jedes Betriebssystem bietet die Möglichkeit, zu sehen, welche Apps wie viel Datenvolumen im Mobilfunknetz verbrauchen. Anders als bei Android muss man aber bei iPhones jeden Monat die Statistiken zurücksetzen, um den tatsächlichen Verbrauch eines Monats zu sehen.

So können Sie Ihren Volumenverbrauch reduzieren

Die fünf größten Datenvolumen-Fresser sind WhatsApp, Facebook, Google Maps, Surfen im Internet und YouTube. Und so können Sie Ihren Volumenverbrauch jeweils reduzieren:

WhatsApp

In dieser App können Sie einstellen, dass Bilder und Videos nur dann runtergeladen werden, wenn Sie im WLAN sind. Und so geht's: Auf WhatsApp-Einstellungen gehen, dann auf Daten und Speichernutzung – einen Haken bei 'WLAN' setzen.

Facebook

In kaum einer App gibt es so viele Bilder, Texte, Programme und Videos wie bei Facebook. Viele der Videos starten automatisch. Wer Datenvolumen sparen möchte, kann die Facebook-App so einstellen, dass sie nicht automatisch startet. Dafür in der Facebook-App auf Video-Einstellungen gehen, dann den Haken setzen bei "Videos nie automatisch abspielen".

Maps

Bei der Nutzung solcher Apps werden die Karten automatisch neu geladen. Auch wird der eigene Standpunkt immer aktualisiert, wenn wir uns bewegen. Und das verbraucht jedes Mal Datenvolumen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, Karten im Vorfeld zuhause bei einer WLAN-Verbindung runterzuladen.

Surfen im Internet

Hier gilt ebenfalls: Seiten lieber entspannt zu Hause laden, so können Sie Datenvolumen sparen.

Videos bei YouTube

Wer unterwegs Videos schaut, verbraucht jede Menge Datenvolumen. Der Tipp von Mobilfunk-Experte Daniel Paulus ist darum: Reduzieren Sie die Qualität der Videos, dann wird weniger Datenvolumen verbraucht. Dafür einfach in der YouTube-App unter Einstellungen die geringste Qualität anklicken. Der zweite Tipp ist noch besser: YouTube-Videos können auch woanders geguckt werden. Viele Apps bieten die Möglichkeit, die Inhalte übers WLAN runterzuladen. Diese können dann unterwegs einfach offline angeschaut werden.

Und wo lauern die größten Kostenfallen der Mobilfunkanbieter?

"Die größte Kostenfalle lauert darin, dass ich bei meinem Anbieter die Möglichkeit habe, Mobilfunk-Volumen automatisch nachzubuchen. Und dann kann es relativ schnell teuer werden, weil sich der Mobilfunkanbieter dieses Zusatzvolumen in der Regel auch etwas mehr bezahlen lässt als das inkludierte Volumen, das ich durch den Vertrag habe", erklärt der Mobilfunk-Experte. Deshalb sollten Betroffene die Funktion, dass Volumen automatisch nachgebucht wird, bei ihrem Anbieter sperren lassen. Damit jeder individuell entscheiden kann, ob und wie viel Datenvolumen nachgebucht werden soll.

Ein Tipp: Schauen Sie monatlich auf Ihre Rechnung und überprüfen Sie, wie viel Datenvolumen Sie im Monat verbrauchen und wie viel Sie dafür bezahlen. Vielleicht gibt es das Datenvolumen bei einem anderen Anbietern auch günstiger.

Und: Prepaid ist laut Paulus immer etwas teurer, weil es für den Anbieter nicht kalkulierbar ist, wie viel der Nutzer verbraucht.