So können Sie unnötigen Stromverbrauch im Haushalt vermeiden

26. Juli 2019 - 14:21 Uhr

Video: So sparen Sie Heizkosten und haben trotzdem eine warme Wohnung

Jedes Jahr ziehen die Strompreise wieder ein bisschen mehr an. Doch liegt es wirklich nur daran, dass wir immer höhere Summen an unseren Stromanbieter abdrücken müssen? Oder lauern im Haushalt unbemerkte Stromfresser, die wir problemlos vermeiden könnten?

Wir haben für Sie recherchiert: Wenn Sie die folgenden Geräte austauschen beziehungsweise entsprechend aufrüsten, können Sie nachhaltig Strom sparen und so eine hohe Nachzahlung am Ende des Jahres vermeiden.

Energieeffiziente Waschmaschinen

Checken Sie einmal die Energieeffizienzklasse Ihrer Waschmaschine oder Ihres Geschirrspülers. Diese besitzen seit 2010 eine Energieverbrauchskennzeichnung mit grünen, gelben, orangenen und roten Balken mit den Buchstaben A bis G. Derzeit ist das höchste und damit beste Energielabel A+++.

Besitzt Ihre Wasch-/Spülmaschine beziehungsweise die Gebrauchsanweisung eine solchen Kennzeichnung nicht, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Ihr Gerät ein ordentlicher Stromfresser ist. Hier lohnt es sich langfristig gesehen, eine energiesparendere Variante anzuschaffen. Ein Beispiel: Selbst, wenn Ihr Geschirrspüler die Energieeffizienzklasse A besitzt, verbraucht er dennoch ein Drittel mehr an Strom als ein Gerät der Klasse A+++.

Ausschaltbare Steckdosenleisten

Ein weiterer Stromfresser im Haushalt: Geräte im Stand-by-Modus. Natürlich ist es bequemer, den Fernseher im Stand-by zu lassen, anstatt ihn immer wieder vorne ein- und ausschalten zu müssen. Aber Energie blasen Sie dadurch trotzdem unnötig zum Fenster hinaus.

Eine gute Energiesparmöglichkeit bieten hier ausschaltbare Steckdosenleisten. Mit Ihnen können Sie durch ein einfaches Umlegen des Kippschalters gleich mehrere Geräte (TV, Computer, DVD-Player, Hi-Fi-Anlage) vom Strom nehmen und bei Bedarf kinderleicht wieder anschließen. Sie sind ab fünf Euro erhältlich und nach einem viertel Jahr zahlt sich die Anschaffung bereits aus.

LED-Leuchtmittel

Überlegen Sie einmal kurz: Wie viele Ihrer Lampen zu Hause besitzen noch echte Glühbirnen? Hier findet sich meist noch der ein oder andere Vertreter. Auch wenn LED-Lampen beim Kauf um einiges teurer sind als herkömmliche Glühbirnen, sparen Sie auch hier langfristig bares Geld. Eine LED-Lampe verbraucht fünfmal weniger Strom wie eine Glühbirne. Mittlerweile werden die neueren Modelle auch sofort hell und brauchen nicht, wie zu Beginn der Energiesparlampen-Ära, ewig, bis ihr Licht endlich hell genug ist.

Lange Duschgänge vermeiden

Gerade wenn Ihre Wohnung einen Durchlauferhitzer (hier geht's zum Geräte-Check) besitzt, sollten Sie außerdem auf ausgiebige Duschgänge verzichten. In nur fünf Minuten verbraucht ein Durchlauferhitzer nämlich stolze 1.500 Wattstunden Strom. Und das sind immerhin schon über ein Drittel des durchschnittlichen, TÄGLICHEN Gesamtverbrauchs eines 1-Personen-Haushaltes.

Sie sparen selbstverständlich ebenfalls Strom, wenn Sie auf lange, regelmäßige Bäder verzichten. Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie sich ab jetzt nie wieder in Ihrer Badewanne entspannen dürfen. Aber achten Sie dennoch darauf, sich den Luxus zum Wohle der Umwelt und Ihres Geldbeutels nur hin und wieder zu gönnen.

Gefrierfach regelmäßig abtauen

Besitzen Sie ein Gefrierfach beziehungsweise einen Gefrierschrank, dann achten Sie darauf, hier regelmäßig abzutauen. Bilden sich im Inneren des Gefrierfachs dicke Eisflächen, kühlt das Gerät diese Eisflächen natürlich mit und verbraucht so unnötig Strom. Zudem kann es sein, dass die erforderliche Temperatur von – 15 °C nicht mehr erreicht werden kann und so Lebensmittel verderben.

Experten empfehlen deshalb, Gefrierschränke und -fächer mindestens zweimal im Jahr abzutauen. So erhöht sich erfreulicherweise auch die Lebensdauer des Gefrierschranks.