Schädlinge entfernen

So bekämpfen Sie Lebensmittelmotten effektiv und nachhaltig

Lebensmittelmotten bleiben in der Küche meist einige Zeit unentdeckt.
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30. Oktober 2019 - 11:18 Uhr

Mehlmotten flattern plötzlich aus dem Vorratsschrank

Und plötzlich krabbelt es im Mehl, den Haferflocken oder der geöffneten Reispackung - Mehlmotten nisten sich mit Vorliebe in Vorräten ein. Für Viele gibt es kaum eine ekligere Vorstellung, als Lebensmittelmotten zwischen den Vorräten zu finden. Wir zeigen, was zu tun ist, wenn es tatsächlich passiert und wie man die Schädlinge wieder los wird.

Woran erkenne ich einen Befall mit Lebensmittelmotten?

Meist schleppt man sich die Lebensmittelmotten selbst in den Haushalt ein. Denn die Gespinste der Motten kleben bereits im Supermarkt an den Lebensmittelverpackungen. Allerdings sind diese meist so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. Fliegt Ihnen dann aus dem Küchenschrank eine Motte entgegen oder entdecken Sie bereits Larven in Ihrem Reis, geht es um die schnelle und effektive Bekämpfung.

Um einen Befall zu ermitteln, eignen sich am besten Pheromon-Fallen. Diese Klebefallen sind mit einem Sexuallockstoff versehen, der ausschließlich männliche Motten anlockt. Daher dienen sie auch nicht zur Bekämpfung, sondern lediglich zur Eindämmung des Befalls. Denn bereits befruchtete Weibchen können ihre Eier trotzdem ablegen.

So bekämpfen Sie den Motten-Befall

Wenn Sie einen Mottenbefall feststellen konnten, sollten Sie damit beginnen, alle Ihre Lebensmittel gründlich zu untersuchen. Dabei suchen Sie nach kleinen Löchern oder Gespinsten an den Verpackungen und eventuell finden Sie auch schon geschlüpfte Larven, die sich durch den Vorrat fressen.

  • Wichtig: Sie müssen alle befallenen Lebensmittel restlos entsorgen. Und seien Sie dabei großzügig. Schmeißen Sie alles weg, was in Kontakt mit dem befallenen Essen gekommen ist. Denn da Lebensmittelmotten auch Allergien oder Hautausschläge auslösen können, ist Vorsicht geboten.

Gründliches Putzen gegen den Mottenbefall

Als nächstes sollten Sie Ihre Vorratsschränke mit Essigreiniger und danach mit Seifenlauge gründlich auswischen. Auch Ecken und schwer zugängliche Stellen müssen gesäubert werden, denn hier legen die Lebensmittelmotten besonders gerne Ihre Eier ab.

Ein Föhn kann dabei als Hilfsmittel dienen. Stellen, an die man nicht herankommt, können auf höchster Stufe einige Minuten lang geföhnt werden. Die Larven und Eier der Lebensmittelmotte sind wärmeempfindlich und werden so effektiv vernichtet. Auch Diatomeenerde, ein ungiftiges Mehl aus Kieselalgen, tötet zuverlässig Schädlinge ab und kann in Ritzen gestreut werden.

Video: Essig-Essenz ist eine Wunderwaffe im Kampf gegen Küchen-Schmutz

Schlupfwespen machen Jagd auf Motten

Falls Sie das Ungeziefer trotzdem nicht hundertprozentig loswerden können, helfen als letztes Mittel sogenannte Schlupfwespen. Sie sind nur 0,4mm groß und vollkommen ungefährlich für den Menschen. Die Schlupfwespeneier erhält man in kleinen Heftchen. Sie müssen in der Nähe der Eier der Lebensmittelmotte ausgelegt werden. Nach dem Schlüpfen machen sich die Wespen auf die Suche nach den Motteneiern. In diese legen sie ihre eigenen Eier und zerstören somit die Population. Danach sterben auch die Wespen, da keine Motten mehr vorhanden sind.

Lebensmittelmotten clever vorbeugen

  • Bereits im Supermarkt sollten Sie ein wachsames Auge auf die Verpackung der Produkte haben. Entdecken Sie hier bereits Gespinste, kaufen Sie das Produkt auf keinen Fall und geben Sie am besten den Mitarbeitern Bescheid. So schützen Sie auch andere Kunden vor einem Befall.
  • Bewahren Sie Ihre Vorräte in luftdicht verschlossenen Behältern auf. Optimalerweise sollten diese aus Glas oder wenigstens aus festem Plastik sein. Durch dünne Plastikboxen und Karton beißen sich die Lebensmittelmotten nämlich ganz einfach durch.
  • Zusätzlich können Sie in Ihren Schubladen und Schränken Lavendel und Sandelholz auslegen. Diesen Geruch meiden die bereits ausgewachsenen Lebensmittelmotten und so sinkt die Wahrscheinlich eines erneuten Befalls.

Schon vor dem Befall hilft ein umsichtiges Verhalten dabei, den Motten erst gar keine Lebensgrundlage zu geben.