Sesam, öffne dich!

Smarte Türschlösser im Test: Nie wieder nach dem Schlüssel kramen

18. November 2020 - 17:26 Uhr

Praktische Alltagshelfer im Test

Auf den Armen die Einkäufe, der Schlüssel tief in der Handtasche vergraben. Oder zu Hause stundenlang auf den Handwerker warten – diese lästigen Situationen kennt wohl jeder. Mit smarten Türschlössern passiert das nicht mehr: Sie öffnen Haus- oder Wohnungstür automatisch, zum Beispiel per App. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video.

So wird die Wohnungstür "ferngesteuert"

Ein smartes Türschloss zu installieren, geht erstaunlich einfach: Die meisten lassen sich in wenigen Minuten an der Türinnenseite auf das bestehende klassische Schloss montieren, ein Motor dreht den Schlüssel herum. Rein kommt man per App, Fernbedienung oder Fingerabdruck – manche Schlösser öffnen sogar von selbst, wenn sich der Besitzer mit seinem Smartphone nähert.

Pflegedienst oder Handwerker reinlassen, ohne selbst da zu sein

"Stiftung Warentest" hat zehn dieser Produkte getestet, sieben davon bekamen das Qualitätsurteil "gut". Besonders praktisch: Man kann andere Personen in die Wohnung lassen, ohne selbst zu Hause zu sein, etwa den Pflegedienst oder die Haushaltshilfe. "Die bekommen dann Zugangsrechte. Zu einem bestimmten Zeitfenster stehen sie mit ihrem Smartphone und der App vor der Tür, und dann haben die einen Code und können rein. Und zu einer bestimmten Uhrzeit müssen sie wieder draußen sein", erklärt Sandra Schwarz von "Stiftung Warentest".

Bei der Steuerung übers Internet ist es auch möglich, die Tür per Passwort zu öffnen – etwa, wenn man im Büro sitzt, zu Hause aber Handwerker erwartet. Wenn Nutzer hier ein langes, starkes Passwort anlegen, können sie diese Methode laut "Stiftung Warentest" ohne Sicherheitsbedenken verwenden.

Smarte Türschlösser: Das ist der günstige Testsieger

Der Testsieger unter den smarten Türschlössern ist gleichzeitig auch das günstigste: der "Eqiva Bluetooth Smart Türschlossantrieb" von eQ-3* für rund 78 Euro. Es lässt sich per App bedienen, bekam in Sachen Handhabung die beste Bewertung und die Gesamtnote "gut" (2,1). Das "Smart Lock 2.0" von Nuki bekam ebenfalls die Note "gut" (2,2) und ermöglicht sogar ein komplett freihändiges Öffnen, kostet allerdings mit rund 229 Euro deutlich mehr.

Verlierer des Tests sind das "V3 Bluetooth" und das "V3 Bluetooth mit Danabridge Bluetooth-Wifi DBV3-EU" von Danalock: Sie bekamen nur die Note "mangelhaft" – vor allem, weil sie im Sicherheitstest durchfielen.

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