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Ski-Superstar Mikaela Shiffrin verarbeitet ihre Trauer: „Ich wollte nichts essen. Nicht mehr schlafen“

Ski-Ass Shiffrin berichtet von ihrer Trauer

„Ich wollte nichts essen. Nicht mehr schlafen“

A team member consoles Mikaela Shiffrin, of the United States after she skied out in the first run of the women's slalom at the 2022 Winter Olympics, Wednesday, Feb. 9, 2022, in the Yanqing district of Beijing. (AP Photo/Robert F. Bukaty)
Mikaela Shiffrin nach ihrem Aus im Slalom bei den Olympischen Winterspielen.
TH, AP, Robert F. Bukaty

Brutal ehrliche Worte von Ski-Superstar Mikaela Shiffrin. In einem Beitrag für das Portal „The Players‘ Tribune“ gewährt die Amerikanerin Einblick in ihr Seelenleben und die tiefe Trauer nach dem Tod ihres Vaters Jeff.

Karriereende stand im Raum

Der familiäre Schicksalsschlag setzte Shiffrin extrem zu. Die schwierige Zeit verarbeitet sie nun in einem rührenden Text.

„Ich wollte nicht mehr Skifahren, ich wollte nichts essen. Ich wollte nicht mehr schlafen“, schrieb sie mit Blick auf das Jahr 2020. Damals starb ihr Vater Jeff unerwartet nach einem Arbeitsunfall in dem Shiffrin-Anwesen in Colorado.

Plötzlich war alles anders und die Trauer kaum zu greifen. Auch das Skifahren auf einmal unwichtig. Ein Karriereende stand im Raum. Shiffrin legte eine Weltcup-Pause ein. Family first.

Doch die Piste gab ihr Kraft zurück. Wenn sie am Berg ist, sei dies der einzige Ort, „an dem ich frei atmen kann“, beschreibt Shiffrin das Gefühl im Schnee. „Aber manchmal ist es schwierig, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Das ist Trauer. Das ist Menschsein.“

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Shiffrins Wahrheit ist kompliziert

Sie versuche die Erinnerungen an ihren Vater aufrecht zu erhalten. Sie habe Angst ihn ein zweites Mal zu verlieren, „wenn ich seine Erinnerung sterben lasse“. Bei ihrem ersten Weltcup-Sieg nach der Pause habe sie seine Stimme gehört und sei dann einfach heruntergefahren. Es funktionierte.

„Es war bittersüß und sehr hart, wenn ich ehrlich bin. Meine Wahrheit ist viel komplizierter als was man auf dem TV sieht oder auf einer Pressekonferenz“, schreibt Shiffrin.

Nach dem sportlichen Desaster bei den Olympischen Winterspielen in China prasselte Kritik und Häme auf die 27-Jährige ein. Kurz darauf betrieb sie Wiedergutmachung und gewann den Gesamtweltcup. Also alles wieder ok?

„Die Wahrheit ist, ich bin weder ok noch nicht ok. Es kommt wirklich auf den Tag an und es hat nichts damit zu tun, wie schnell ich den Berg hinunter komme.“ (msc)