Neue Studie aus Schweden

Sie lieben Hunde? Das könnte an Ihren Genen liegen!

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22. Mai 2019 - 15:12 Uhr

Studie: Gene beeinflussen, ob Sie ein Hundeliebhaber sind

Der Hund gilt als bester und treuster Freund des Menschen – kein Wunder also, dass viele sich einen als Haustier wünschen. Aber nicht jeder ist ein Hundefreund. Laut einer aktuellen Studie der Universität Uppsala in Schweden liegt das oft auch an den Genen. Demnach können die Gene beeinflussen, ob man einen Hund besitzen möchte oder nicht. Was steckt dahinter?

Darum lieben wir Hunde

Eins steht fest: Deutschland ist das Land der Haustiere. Eine aktuelle Studie des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. (IVH) und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) zeigt, dass hierzulande in 45 Prozent aller Haushalte Tiere leben, davon rund 9,4 Millionen Hunde. Doch warum sind so viele verrückt nach Hunden? Okay, sie sind süß, immer an der Seite ihres Besitzers und muntern einen mit ihrer Dusseligkeit auf. Aber das war noch nicht alles!

Laut der schwedischen Studie sollen nämlich auch die Gene beeinflussen, ob man einen Hund besitzen möchte oder nicht. Die Studie besagt, dass mehr als die Hälfte der genetischen Variationen den Besitz von Hunden erklären, was darauf hindeutet, dass die Wahl, einen Hund zu bekommen, stark von der genetischen Verfassung eines Individuums beeinflusst wird.

Hunde sollen Wohlbefinden und Gesundheit ihres Besitzers verbessern

Für die Studie wurden Informationen von ca. 35.000 Zwillingspaaren aus dem schwedischen Zwillingsregister verwendet, um die Vererbbarkeit des Hundebesitzes zu untersuchen. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Hundebesitzquote bei eineiigen Zwillingen viel höher ist als bei nicht identischen. Dies stütze die Ansicht, dass die Genetik eine wichtige Rolle bei der Entscheidung spielt, einen Hund zu besitzen: "Wir waren überrascht zu sehen, dass das Erbgut eines Menschen einen erheblichen Einfluss darauf zu haben scheint, ob er einen Hund besitzt", sagte Tove Fall, Professor an der Universität Uppsala in Schweden der Nachrichtenagentur PTI.

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass Hunde dazu beitragen, das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Besitzer zu verbessern. Demnach sei der nächste Schritt, die Gene zu identifizieren, die die Wahl einen Hund zu besitzen nicht beeinflussen, und wie sie sich auf Persönlichkeitsmerkmale und andere Faktoren wie Allergien auswirken.