Werdende Mutter musste ins Krankenhaus

Geburtshilfe verlegt Hochzeit spontan in Klinik

Anna und Markus N. (links und Bildmitte) nehmen die Gratulation von Josephine Prager, Hebamme der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, entgegen (rechts im Bild).
Anna und Markus N. (links und Bildmitte) nehmen die Gratulation von Josephine Prager, Hebamme der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, entgegen (rechts im Bild).
© Zentrale Fotostelle / Arvid Rostek, Universitätsmedizin Halle

14. Oktober 2021 - 12:00 Uhr

Anna muss ins Krankenhaus

Für Anna und Markus N. aus der Umgebung von Halle ist die Sache lange glasklar: Nach dem Umzug wird geheiratet, dann kommt das Baby. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Denn die schwangere Anna muss ins Krankenhaus! Die werdende Mutter und Kind sind zwar außer Gefahr, doch der Hochzeitstermin platzt. Doch Gott sei Dank haben die Verantwortlichen des Universitätsklinikums Halle ein sehr großes Herz.

Wenn in der Klinik die Glocken läuten

Am 8. Oktober dieses Jahres ertönen in der Uniklinik in Halle ausnahmsweise mal die Hochzeitsglocken. Denn abseits der sonstigen Klinik-Hektik finden sich dort Anna und Markus ein, um sich das Ja-Wort zu geben, berichtet die Klinik in einer Pressemitteilung. Nicht etwa, weil eine findige Agentur für sehr spezielle Hochzeitsorte einen Deal mit der Krankenhausleitung gemacht hatte. Der dramatische Hintergrund: Die schwangere Anna musste ins Krankenhaus.

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Kann die Braut nicht zum Amt, muss das Amt zur Braut

Während es bald für Mutter und Kind Entwarnung gibt, wird auch klar: Ein längerer stationärer Aufenthalt ist nötig. Dummerweise sogar bis hin über den geplanten Hochzeitstag. "Wir hatten einen Plan: Erst Umzug, dann Hochzeit und anschließend das Baby", erzählt Anna. "Und plötzlich war klar, dass ich meinen eigenen Hochzeitstermin verpassen würde." Doch wenn die Braut nicht zum Standesamt kann, dann muss das Amt halt auch mal zur Braut. Das beschloss jedenfalls das Team der Geburtshilfe der Uniklinik.

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Team der Geburtshilfe setzt alle Hebel in Bewegung

Gesagt, getan: Die Mitarbeiter setzen alle Hebel in Bewegung und ermöglichen so eine Trauung in der Klinik. Dank erteilter Sonderbesuchserlaubnis konnten neben der dringend benötigten Standesbeamtin auch die Eltern der Brautleute an der Zeremonie teilnehmen, schreibt die Klinik in der Mitteilung. Die frisch gebackenen Eheleute sind natürlich äußerst glücklich: "Wir sind allen Pflegekräften und Ärzten hier so dankbar für ihre Unterstützung", freut sich Bräutigam Markus und Anna fügt glücklich hinzu: "Obwohl die Umstände besonders waren, hatten wir einen wunderschönen und vor allem unvergesslichen Hochzeitstag." (ija)