Familie veröffentlicht düstere Details

Schmerzmittel und Drogen: Schock-Wahrheit über den Tod von NHL-Star Hayes

Im August starb der zweifache Familienvater Jimmy Hayes.
Im August starb der zweifache Familienvater Jimmy Hayes.
© AP, Tom Mihalek, tom

19. Oktober 2021 - 11:53 Uhr

Jetzt will Hayes' Familie anderen viel Leid ersparen

Seine Familie in Trauer – die Sportwelt unter Schock: Die Nachricht vom plötzlichen Tod von NHL-Star James Ryan "Jimmy" Hayes Ende August war erschütternd. Nun kommen bittere Details ans Licht – und traurige Wahrheiten. Die Familie meldet sich zu Wort. Sie will aufrütteln, warnen – damit andere Menschen nicht solch ein Leid erfahren müssen, wie sie es durchgemacht hat.

„Ich war mir so sicher, dass es nichts mit Drogen zu tun hatte"

Mit gerade einmal 31 Jahren starb der früheren US-Eishockey-Nationalspieler (u.a. Boston Bruins) völlig überraschend. Die Umstände seines abrupten Ablebens waren von der Bostoner Polizei als unverdächtig eingestuft worden. Doch nun sind erschreckende Details zu Tage getreten, die Hayes' Familie öffentlich machte. Im Körper des zweifachen Familienvaters wurden sowohl eine Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl sowie Kokain entdeckt. Ein giftiger Cocktail – und am Ende tödlicher Mix.

Für Jimmy Hayes Frau Kristen ein zusätzlicher Schock: "Ich war mir so sicher, dass es nichts mit Drogen zu tun hatte. Ich dachte wirklich, es sei ein Herzinfarkt oder sonst irgendetwas", sagte sie in einem Interview mit dem "Boston Globe". "Er hat zu Hause nie irgendwelche Anzeichen dieser Art gezeigt."

Wie der Vater, so der Sohn ...

Jimmys Vater indes war zumindest die Affinität seines Sohnes zu Schmerzmitteln bekannt – und suspekt. "Vor etwa 16 oder 17 Monaten bemerkte ich eine kleine Veränderung in Jimmys Verhalten. Ich ging zu ihm und sagte: Ich glaube, du hast ein Problem mit Tabletten. Er war eine Weile verletzt und hat wohl angefangen Schmerzmittel zu nehmen", sagte Kevin Hayes. Und der 66-Jährige weiß, wovon er spricht. Schließlich war auch er einmal süchtig nach Tabletten.

Das Eingeständnis seines Sohnes folgte nur Wochen später. Jimmy Hayes gestand seinem Daddy, "süchtig nach diesen Pillen" zu sein. Er holte sich Hilfe, ließ sich behandeln. Die Sache schien im Griff zu sein. "Alles war auf dem Weg der Besserung", so der Irrglaube seines Papas, der nun inständig hofft, mit der Geschichte ähnliche Tragödien abwenden zu können. "Ich hoffe, dass die Veröffentlichung von Jimmys Geschichte jemandem das Leben retten kann. Wenn dies jemandem den Schmerz ersparen kann, dann ist das großartig." (mli)